Gastbeitrag: Wie Babys spielerisch die Welt erkunden

Wie Babys spielerisch die Welt erkunden – dies ist das wunderbare Thema, dem sich unsere Echtkind-Freundin Saskia widmet und das Sie in Ihrem aktuellen Blog-Artikel mit uns teilen will. Saskia widmet sich auf Ihrem Blog „Zwillingeplus1“ und Ihrem Instagram-Account dem ökologischen Leben mit Kindern und bringt in diesem Zusammenhang auch viele pädagogische Themen mit viel Sensibilität und großer Behutsamkeit ein.

Viel Freude beim Lesen und Dir, liebe Saskia, vielen Dank für Deinen wertvollen Beitrag!


„Spiel ist nicht Spielerei.
Es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung.“
(Friedrich Fröbel)

Die Hand ist das erste, was das Baby in seiner Welt zum Spielen entdeckt. Irgendwann wird diese Hand schreiben können, in Schönschrift. Aber bis dahin wird das Kind noch eine Menge Entwicklungsschritte durchmachen.

Dies können wir liebevoll sanft begleiten, indem wir dem Baby Materialien anbieten, sobald es sich dafür interessiert. Zunächst aber wird es seine Hände betrachten, sie drehen und wenden, öffnen und schließen, die Finger bewegen und noch so vieles mehr. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, da wird es die Dinge um sich herum greifen. So hat bereits Friedrich Fröbel als erste Spielgabe empfohlen, dem Baby einen weichen Ball aus Wolle zu geben, der so groß ist, dass es ihn in einer Hand halten kann. Dieser Ball symbolisiert die Welt. Auch diesen wird es ausgiebig studieren und in den Händen hin und her geben, wobei sich die beiden Gehirnhälften gut miteinander vernetzen. Somit fängt das Baby an, die Welt zu Be-greifen und sich für die Gegenstände herum zu interessieren. Sich langsam nach außen zu richten, zu blicken.

Eine hervorragende Möglichkeit, um das Baby auf verschiedenen Ebenen sanft zu reizen, bieten Steckspiele. Ich schreibe bewusst nicht fördern, denn alles, was das Baby erlernt, kommt aus ihm selbst. Was wir jedoch tun können ist, ihm verschiedene Materialien anzubieten, welche alle Sinne ansprechen.

Heute möchte ich euch die Stapelbecher von Walter vorstellen. Diese kann man dem Baby eigentlich ab Beginn der Zeit anbieten, in der sie die Gegenstände entdecken. So wird es immer wieder neue Möglichkeiten finden, mit den Bechern zu spielen – ganz auf seine Weise.

Solche Steckspiele fördern ganz viele verschiedene Fertigkeiten und Fähigkeiten. Einige habe ich hier nieder geschrieben. Allen Be-greifens liegt die Auge-Hand-Koordination zugrunde, da das Baby ja als erstes die Becher sehen und erkennen wird. Dann schätzt es die Entfernung richtig ein und greift nach den Bechern. Somit fördert dieses Spiel dann in erster Linie die Feinmotorik. Dazu gehören das zielgerichtete Greifen im ersten Lebensjahr und das gezielte Loslassen im zweiten Lebensjahr mit dem punktgenauen Platzieren der Becher im Steckbrett.

Zunächst wird es die Form und die Farben der Becher wahrnehmen, wird feststellen, dass die Becher verschiedene Durchmesser und Gewichte haben und manche ein Loch. Sicher wird es auch bald das Material in seinen Händchen spüren. Holz fühlt sich angenehm kühl an und wird schnell warm, wenn man es lang genug hält. Danach wird es auch sehen, dass da ein Steckbrett ist und ausprobieren, ob und wie die Becher in die Löcher passen. Es wird erkennen, dass es Reihen bilden kann, dass man die Becher auch auftürmen und ineinander stecken kann. Außerdem wird das Baby begreifen, dass durch das Steckbrett ein Rahmen, eine Grenze vorgegeben ist und damit lernen, auch sich abzugrenzen.

Zudem sind die Steckbecher eine Vorstufe der Puzzle und dienen somit der inneren und äußeren Ordnung. Das Steckspiel fördert das Sprachvermögen, da das Sprachzentrum mit dem Gehirnareal für Feinmotorik vernetzt ist. Ein Kind lernt sprechen, wenn die Feinmotorik bis zu einem gewissen Punkt entwickelt ist.

Später kann das Kind mittels der Becher die verschiedenen Farben lernen. Außerdem werden auch soziale Aspekte mit den Stapelbechern angesprochen, denn sobald das Kind seine Umgebung um seinem Spiel wahrnimmt, bezieht es auch die Mutter und andere Bezugspersonen mit in sein Spiel ein. So werden die Becher dann auch völlig zweckentfremdet und die Fantasie angeregt.

Diese Gedanken sind sicher noch weiter ausführbar, aber allein an diesen ganzen Aspekten spürt man, welch große Welt sich dem Baby und dem Kind auftun kann, wenn wir ihm Materialen geben, die sie auf mehreren Ebenen ansprechen. Deshalb sage auch ich: weniger ist mehr. Denn die Steckbecher sind in ihren Möglichkeiten so vielfältig und variabel, dass es nicht so viel mehr braucht. So sind sie neben einem weichen Ball, einer Holzkugel und einem Würfel aus Holz die perfekten Spielmaterialien schon im ersten Lebensjahr. Wann genau sich das Baby dafür interessiert, wird es selbst zeigen und wenn wir unser Kind mit wachem Blick beobachten, werden wir es erkennen. Wie so viel mehr.

Von Saskia

Stapelbecher von Walter im Echtkind-Shop
Kategorie „Stapeln, Sortieren und Stecken“ im Echtkind-Shop


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