Neue Blickwinkel: Warum eine Kugelbahn nicht einfach nur eine Kugelbahn ist…

Die Kugelbahn ist eines der klassischsten und altbewährtesten Kinderspielzeuge überhaupt. Den pädagogischen Spielwert, die Freude an den schönen und hochwertigen Bahnen sowie die Förderung der kindlichen Motorik braucht man eigentlich kaum erwähnen.

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Kugelbahnen: klassisches Kinderspielzeug

Und doch fragen uns immer wieder Eltern, wann denn der richtige Zeitpunkt für die Anschaffung einer Kugelbahn ist bzw. welche die „richtige“ Bahn ist. Denn es gibt ja nicht nur die klassischen Bahnen mit verschiedenen Ebenen, es gibt auch flexibel zusammenbaubare Bahnen im Baukasten-Prinzip, es gibt Kaskadentürme und Klettermännchen und es gibt unseren fantastischen NURMI, den Läufer.

Auf diese Fragestellung möchte ich heute ein ganz persönliches Plädoyer für die Kugelbahn und all ihre Spielarten und Anwendungsmöglichkeiten loswerden. Vielleicht ein wenig unorthodox, vielleicht weniger an Fakten denn an eigenen Erfahrungen orientiert, aber sicherlich mit ganz großer Liebe zur Kugelbahn und dem, was eine gute Kugelbahn unseren Kindern an Spielfreude schenken kann.

Die klassische Kugelbahn, der Kaskadenturm oder Nurmi – ein echter Hingucker für die Allerkleinsten

Das „richtige“ Alter für eine klassische Kugelbahn? Meines Erachtens könnte eine solche Bahn bereits zur Geburt geschenkt werden. Weil Babys – wenn sie beginnen, die Welt um sich herum wahrzunehmen und aktiv zu entdecken – fasziniert sind von den fröhlichen, flinken, Bahn für Bahn abwärts rollenden, klackernden Kugeln.

Mein Sohn, fünf Jahre älter als seine kleine Schwester, hat seine Kugelbahn dauerhaft neben der Krabbeldecke unseres Babys abgestellt und wir freuen uns alle immer wieder darüber, wie die Kleine juchzt und jauchzt vor Freude, wenn die bunten, großen Holzkugeln sich ihren Weg bahnen. Andererseits hat selbst mein großer Vorschulbub noch richtig Spaß an der Bahn – weil sie auch ihm spürbare Freude bereitet, weil er verschiedene Laufteile ausprobiert oder auch Laufteile „modifiziert“  oder selber bastelt, weil er den Lauf der Kugeln ändert bzw. Hindernisse einbaut – und eben weil er auf diese Weise ganz herrlich seine kleine Schwester unterhalten und zum Lachen bringen kann.

Genauso viel Spaß hat unser kleiner Familienzuwachs an dem Kaskadenturm, den ein Tausendfüßler rasant hinunterrast – „nochmal“ kann sie zwar noch nicht sagen, aber ihr ganzer Körper signalisiert das Interesse an diesem wundervollen optischen wie auch klanglichen Phänomen. Auch hier steht das „Schauen“ und „Hören“ im Vordergrund – und die Freude, die diese klassischen Kinderspielzeuge bereiten. Übrigens auch den Erwachsenen.

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Bunter Kaskadenturm von Beck

Wer also eine klassische Kugelbahn bzw. die kleinen Varianten wie den Kaskadenturm oder den flotten Nurmi gerne altersmäßig komplett einbringen möchte, der kann diese Spielzeuge schon zeitig anschaffen. Bitte aber in diesem Fall immer auf die Sicherheits- und Altersangaben achten und Babys unter 12 Monaten keinesfalls alleine damit spielen lassen.

Rollende Holzkugeln

Einen kleinen Exkurs möchte ich an dieser Stelle den großen Holzkugeln widmen, die viele Kugelbahnen begleiten. Diese sind zumeist 45 mm im Durchmesser und somit für Kinder unter drei Jahren geeignet, da sie nicht verschluckt werden können. Mir scheint es fast so, als seien diese großen Holzkugeln wie gemacht für die Hände von Babys, die gerade das Robben und Krabbeln lernen. Meine kleine Tochter fasst die Kugeln nicht nur gerne an – am liebsten hat sie gleich in jeder Hand eine – , sie kann sie sogar bereits aktiv rollen lassen und schaut dann fasziniert zu, wohin sich die tollen Spielzeug-Kugeln bewegen. Die Kugel mit einem kleinen Abstand hin und her rollen zu lassen ist ein kleines Spiel, das meiner Tochter und mir unheimlich viel Freude bereitet und dass wir ausdauernd miteinander spielen können.

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Kugelbahn XL von Fagus

Und wenn Babys mobil machen und sich robbend oder krabbelnd fortbewegen, ist es ein herrliches Vergnügen, den bunten Kugeln nachzueifern und sie wieder „einzufangen“.

In Wirklichkeit sind diese wundervollen großen Kugeln ein eigenes Spielzeug, das auch ohne die dazugehörige Bahn für große Freude beim Spielen sorgt. Auch in diesem Fall sollte aber die Größe der Kugeln geprüft werden und das Baby sollte nicht alleine damit spielen.

Nurmi der Läufer mal ganz anders – ein Helfer beim Essen

Wir haben zur Geburt unserer Tochter den wunderbaren Nurmi geschenkt bekommen, der grazil und freudig mit den Armen schlenkernd die Bahn hinabläuft. Die Altersempfehlung liegt bei zwei Jahren und dann können Kinder tatsächlich den kleinen Läufer auch selbst in Bewegung setzen.

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„Nurmi der Läufer“

Uns ist Nurmi aber schon mit Beginn der Beikost-Einführung zu einem lieben und inzwischen fast unverzichtbaren Begleiter geworden. Denn an Tagen, an denen der Brei nicht ganz so gut schmeckt bzw. an denen meine Tochter sehr unruhig ist, dürfen doch viele, viele Löffel Brei dort landen, wo sie hingehören – wenn nur Nurmi in der Zwischenzeit (gut sichtbar vor uns auf dem Tisch aufgebaut) viele, viele Male seine Bahnen läuft. Meine kleine Tochter ist dann so fasziniert ins Schauen versunken, dass der Brei wie nebenbei gegessen wird. So hilft uns der freundliche Nurmi fast jeden Tag beim Essen und schenkt uns beiden manches fröhliche Lachen.

Spielalter Kugelbahn

Die klassischen Kugelbahnen wie wir sie kennen, sind sicherlich ganz gemäß ihrer Auszeichnung für Kinder ab 12 Monaten bzw. ab drei Jahren – je nach Größe der Laufteile und Kugeln – ganz geeignet. Erst dann können Kinder selbständig die Kugelbahn bespielen und im Laufe der Zeit fantasievolle, eigene Spielvarianten erfinden. Es wird sicherlich – wie bei anderen Spielsachen – nicht so sein, dass Kinder ausdauernd und jeden Tag über Jahre damit spielen, sondern sie immer wieder einmal entdecken. In diesem Sinne ist es eine gute Idee, wenn auch die Kugelbahn zwischendurch einfach mal für eine Weile „verreist“ und weggestellt wird. So wird das Interesse an dem Spielzeug immer wieder neu geweckt, wenn es wieder da ist.

Die tollen Baukasten-Bahnen – entweder mit großen Holzkugeln wie etwa die herausragenden Kugelbahn-Systeme von KADEN oder als Murmelbahnen – sind sicherlich frühestens ab dem Kindergartenalter zu empfehlen, da Kinder diese selbst bauen und verstehen sollten. Fortgeschrittene Bauklötze-Baumeister werden hier beim Erfassen des Systems keine Probleme haben und erfahrungsgemäß mit viel Freude ans Werk gehen. Der Vorteil bei dieser Kugelbahn-Variante ist, dass immer wieder ganz neue Bahnen entstehen.

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Kugelbahnsystem von KADEN

Weitere Informationen zum Thema Kugelbahnen – etwa zur Größe der Laufteile und den entsprechenden Alters-Empfehlungen findest Du auf unserer Seite in unserer Kategorie „Kugelbahnen“.

Ich hoffe, Euch hat der kleine Exkurs zur Kugelbahn und ihren „Verwandten“ genauso viel Spaß gemacht wie mir. Eine gute Kugelbahn sollte – wenn irgend möglich – in einem Kinderhaushalt nicht fehlen. Wie mir die Erfahrung zeigt und auch gezeigt hat, sind Kugelbahnen schöne Begleiter für die ersten fünf bis sechs Kinderjahre. Und wenn man in ein gutes, hochwertiges Modell investiert, kann man sie gut verstauen und vielleicht einmal für die eigenen Enkelkinder aufbewahren.

Viel Freude beim Entdecken und liebe Grüße,

Christina

Kugelbahnen bei Echtkind
Pädagogisch wertvolles Spielzeug ab 1 Jahr bei Echtkind

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2 Antworten zu Neue Blickwinkel: Warum eine Kugelbahn nicht einfach nur eine Kugelbahn ist…

  1. Innes schreibt:

    Kugelbahn kann auch für Erwachsene interessant sein. Danke für den Beitrag!

  2. Christl schreibt:

    Gerade die ersten Dinge, die du genannt hast zeichnen sie aus 🙂

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