Ein Reich der Ruhe und Geborgenheit für unsere Kinder

Heute Morgen, nachdem alle außer mir das Haus verlassen hatten, stand ich einen Augenblick ganz allein im Kinderzimmer meines Sohnes. Ich wurde in der Betrachtung seines Kinder-Reiches ganz ruhig und friedlich. In diesem Moment der Betrachtung fiel mir auf, was für ein Hort des Friedens dieses schöne, kleine Zimmer ist und war einen Moment lang so überglücklich darüber…

Was aber macht ein Kinderzimmer aus pädagogischer Sicht „gut“ beziehungsweise „gemütlich“ oder gar „kindgerecht“?

Darüber sinnierend habe ich beschlossen, heute die Ergebnisse meines wunderbaren morgendlichen Gedankenganges im Zimmer meines Sohnes im Blog zusammenzufassen. Es ist ein schönes Thema, ein wichtiges Thema und eines, das viel Einfluss auf die Kindheit hat.

Das Kinderzimmer – ein Raum, der wohltuend für die Kinderseele ist

Kinderzimmermöbel

Das Kinderzimmer ist ein Raum, der unseren Kindern gehört. Dort schlafen und kuscheln sie, sie spielen, malen und machen Hausaufgaben, sie empfangen dort Spielkameraden, feiern Geburtstag, bauen Höhlen, verstauen ihre Spielsachen, Schätze und Kinderbücher. In ihrem Reich verbringen Kinder viele, viele Stunden – über viele Jahre lang. In diesem Sinne ist es auch so wichtig, dass die Kinderseele dort die Ruhe, Entspannung und Sicherheit finden kann, die sie im häufig recht hektischen Alltag so dringend braucht. Denn die Dinge, die das Kind in seinem Zimmer umgeben, wirken sich auf sein Wesen aus – im Positiven wie im Negativen.

Daher ist die Einrichtung eines Kinderzimmers eine ebenso wunderschöne wie auch verantwortungsvolle Aufgabe und die Gestaltung eines wohltuenden Rückzugsortes für unsere Kinder so wichtig.

Einrichten mit Naturmaterialien – gesund und stabil

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Wollteppich „LARA“ natur

Ich glaube fest daran, dass der Grundzug einer guten Raumeinrichtung darin besteht, gute, echte und massive Materialien bei der Einrichtung zu verwenden. Denn es sind ja zunächst die elementaren Naturmaterialien, die Kindern eine Vorstellung vom Authentischen vermitteln können. So erfahren sie durch den Anblick von geölten oder gewachsten Massivholzmöbeln die wohltuende Wirkung des Holzes, seine wunderschöne Maserung und auch seinen Duft.

Da Kinder gern auf dem Fußboden spielen, ist die Investition in hochwertige, robuste und von unten gut wärmende Schurwollteppiche sicherlich lohnenswert. Zudem tragen Naturmaterialien wie Wolle oder unlackiertes Massivholz stark zur Qualität des Raumklimas bei und man vermeidet bei qualitativ hochwertigen Naturprodukten gesundheitsschädliche Ausdünstungen.

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„Wohltuende Wirkung des Holzes“, beispielsweise Spielkisten im Regal

Die dezente Schlichtheit und Wertigkeit von guten Massivholzmöbeln hat meiner Meinung nach zweierlei Auswirkungen auf das Kind: zum einen tritt die Einrichtung damit zurück und verleiht dem Kinderzimmer eine ganz grundlegende Ruhe und Ausgeglichenheit. Zum anderen vermitteln sie Kindern einen ersten Eindruck für wertige Dinge, die zeitlos und zugleich robust sind – und spiegeln damit Stabilität und Sicherheit im Inneren des Kindes wider.

Eine Sitzecke für die Kinder schaffen

Eine schöne Anschaffung, die Kindern unheimlich viel Freude bereitet, sind Tische, Stühle und Sitzbänke in Kindergröße. Nicht nur als Platz zum Malen, Basteln und Spielen, sondern auch, um die Spielkameraden zu empfangen und gemeinsam eine kleine Mahlzeit und etwas zu Trinken zu sich zu nehmen. Kinder sind unheimlich stolz darauf, ihre eigene Sitzecke zu haben – und praktischerweise lassen sich etwa in Truhenbänken auch allerlei Spielsachen ganz leicht verstauen.

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Kinderbank mit Truhe aus den CARITAS Werkstätten Nordkirchen

Aufräumen und Verstauen

Verstauen und Aufräumen ist der nächste wichtige Punkt. Ein Thema, das manchmal ein wenig nervenzehrend sein kann. Um die Diskussionen ums Aufräumen ein wenig zu erleichtern und eine einfache wie effektive Ordnung im Kinderzimmer zu erhalten, sind Regale mit großen Spielkisten zu empfehlen. Diese Kisten, in denen das Spielzeug abends verschwinden kann, sind auch für Kinder selbst sehr gut zu benutzen und haben sich im Alltag bereits vielfach bewährt. So kann man die Spielkisten thematisch sortieren – etwa nach Holztieren, Bauklötzen und all den anderen Spielwelten im Kinderzimmer. Das ist für Kinder leicht verständlich und nachvollziehbar – und das Aufräumen wird dadurch unkompliziert und mit ein bisschen Motivation und Lob auch kinderleicht.

Der Spielständer

Ein pädagogisch bewährtes „Möbelstück“, das im Kinderzimmer seinen Platz finden kann, ist der Spielständer aus Massivholz. Denn der Spielständer ist ein wahrer Verwandlungskünstler, der im Kinderspiel sehr vielseitig eingesetzt werden kann. Etwa als Kaufladen, fürs Kasperletheater, als Püppchenwohnhaus und mit Decken und Tüchern verkleidet und eventuell einem zweiten Spielständer entstehen so die herrlichsten Spielhöhlen. Eine wirklich lohnenswerte und vielseitige Anschaffung für viele, viele Kinderjahre. Und ist der Spielständer mal nicht im Gebrauch, kann man ihn einfach als „Regal“ an die Wand stellen oder als Raumtrenner benutzen – etwa, um eine gemütliche Kuschelecke einzurichten.

Farbe

Bei den Wandfarben sind es generell nicht die grellen, starken Farben, die uns zur Ruhe kommen lassen. Vielmehr sind es die sanften, gedämpften Farben, die sich wohltuend um unsere Seele legen. Daher finde ich vor allem lasierende Wandfarben in guter, unbedenklicher Öko-Qualität sehr schön – ein zartes Gelb, Rosé oder Orange etwa. Solche warmen, sanften Farben an den Wänden kleiden das Zimmer gleichsam in Ruhe und Entspannung. Vor allem wenn man bedenkt, dass Kinder Farben sehr viel intensiver wahrnehmen als wir Erwachsenen.

Dekoration

Fröhliche, bunte Farben halten vor allem mit den Kinderspielsachen Einzug ins Kinderzimmer – und eventuell auch einzelne Dekorationsgegenstände. Dinge, die zuverlässig am immer gleichen Ort zu finden sind, vermitteln dem Kind Sicherheit und Geborgenheit. Dies ist schon bei kleinen Babys zu beobachten, die in einem Raum immer zuerst nach vertrauten Dingen schauen und sich bei deren Anblick sichtbar entspannen.

Zum Beispiel mag ein Mobile oder Schwungvogel aus der Babyzeit den Weg ins Kinderzimmer finden und dort zu einer schönen Dekoration werden. Vor allem Mobiles mit zeitlosen Motiven – etwa aus Kindermärchen und –Erzählungen wie die Sterntaler, Nils Holgersson oder ein Schäfer mit seinen Schäfchen – finden auch im Zimmer des Kindergartenkindes ihren Raum.

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Mobile „Wildente“ von Ostheimer

Weitere schöne Ideen sind zum Beispiel eine Messlatte, an der Kinder ihr eigenes Wachstum beobachten können, ein Setzkasten für die kleinen Kinder-Schätze oder fröhliche Holz-Garderoben für den Kinderrucksack, den Feuerwehrhelm, die Puppenjacke oder andere Dinge. Fenstersterne aus Transparentpapier oder kleine Transparentbilder verzaubern die Fenster der Kinder… Es gibt so viele schöne Dinge, mit denen wir unseren Kindern etwas Gutes tun können. Hier gilt es einfach innezuhalten und auszuwählen. Denn wie bei vielen Dingen gilt auch im Kinderzimmer: Weniger ist Mehr.

Beim Einrichten des Zimmers unseres Sohnes habe ich mich immer wieder danach gefragt, was er wohl braucht, um sich wohlzufühlen. Denn er soll dort noch viele Jahre lang Ruhe und Entspannung finden können. Mein Sohn mag gerne Störche, deshalb habe ich ihm erst vor kurzem einen wunderschönen Storchen-Schwungvogel ins Zimmer gehängt.

Und den habe ich heute Morgen betrachtet, als ich auf dem Fußboden in seinem Zimmer saß und die wunderbare Atmosphäre im Reich meines Sohnes einatmete und einfach glücklich war…

MEHR:

Kinderzimmer-Einrichtung bei Echtkind

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