Matador Konstruktionsbaukästen – seit über 100 Jahren in Österreich hergestellt

Matador

100 Jahre Top-Qualität – MATADOR Baukästen Made in Austria

Die Konstruktionsbaukästen des österreichischen Traditionsunternehmens Matador (→ im Shop) sind kein ganz normales Spielzeug. Denn die wunderbaren Holzbaukästen werden in der ganzen Welt mit einer ganz bestimmten Herzensfreude an die Kinder weitergegeben – mit der Herzensfreude, die einhergeht mit eigenen Erinnerungen an die glücklichen Momente der Kindheit. Das versunkene, konzentrierte Spiel mit den wunderbaren Holzbaukästen, die seit nunmehr über 100 Jahren Kinderaugen zum Glänzen bringen.

Eine österreichische Unternehmensgeschichte – Matador aus Wien

Mit den Matador Konstruktionsbaukästen nehmen wir ein Stück Geschichte mit auf in unser Echtkind-Sortiment. Und wir sind ganz stolz darauf. Bereits 1902 meldete der Gründungsvater von Matador, der Wiener Bauingenieur Johann Korbuly, sein erstes Patent an. Und erschuf daraufhin in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit Bedacht und gutem Wirtschaften ein österreichisches Familienunternehmen, das die ganze Welt mit den wunderbaren Holzbaukästen belieferte.

Eine spontane Idee

Als Initialzündung der Marke Matador gilt ein Moment im Privathaushalt der Familie Korbuly in Wien. Während ein wiederholter Streit der Kinder über die Zerstörung eines Turms aus Holzbausteinen entbrannte, fragte sich der Vater angesichts der niemals enden wollenden Streitursache, warum man die Holzquader der Bausteine nicht mittels eines Stecksystems verbände und damit der leicht zu bewerkstelligenden Zerstörung selbiger entgegenträte.

Gesagt, getan – es wurden Löcher in die Holzklötze gebohrt, die durch Holzstäbchen miteinander verbunden wurden. Korbuly war ein Mann der Tat und seine Erfindung, die eigentlich nur den privaten Haussegen aufrechterhalten sollte, wurde zu einer einfachen wie genialen Idee, die schnell bei der Außenwelt Anklang fand.

Matador-Baukasten-2

Spontane Idee, die bis heute Bestand hat: → Klassik Baukasten Nr. 3

Die Produktion beginnt

Die eigene Produktion der ersten Matador Holzbaukästen erfolgte in der kleinen Werkstatt in der Wiener Bräuhausgasse, es folgten Produktionsauslagerungennach Pfaffstätten, und die Gründung eigner Geschäfte in Wien und Berlin und das Geschäft mit den Konstruktionsbaukästen aus Holz florierte.

Meilensteine und das Aus für die Matador Baukästen 1987

Wie viele andere Unternehmen stellte auch Matador die Spielzeugproduktion während des Zweiten Weltkriegs ein. Erst nach Beendigung des Krieges und der Überwindung massiver finanzieller Engpässe kurbelte die nächste Generation der Korbulys die Produktion der Konstruktionskästen wieder erfolgreich an.

Eine Zäsur in der Unternehmensgeschichte ist 1978 zu sehen, als aus Gründen, die wir leider nicht recherchieren konnten, die Firma Matador von der Familie Korbuly an einen erfolgreichen österreichischen Verleger verkauft wurde, der sich wohl einen Jugendtraum mit dem Erwerb der bekannten Spielwarenmarke erfüllte. Laut einem Artikel des „Österreich Journals“ (Nr. 66 vom 28.11.2008) war die zukünftige Vision für Matador, die der neue Firmeneigner mitbrachte – und in deren Schlepptau „Modernisierungsmaßnahmen“ wie etwa die Aufnahme von Kunststoffteilen in die Baukästen stattfand – nicht von wirtschaftlichem Erfolg gekrönt und so wurde die Produktion der beliebten Baukästen im Jahr 1987 eingestellt.

Die „Wiederauferstehung“ ab 1997

10 Jahre lang „ruhte“ das Traditionsunternehmen Matador – bis im Jahr 1997 der heutige Geschäftsführer Michael Tobias zusammen mit seiner Frau Claudia die Rechte an der Marke Matador erwarb und den zugleich steinigen, aber auch überaus spannenden und lohnenswerten Weg des Wiederaufbaus beschritt.

Aus den alten Vorlagen der Matador-Baukästen, die in einer Druckerei wiedergefunden wurden, sowie aus den Zusendungen von Unterlagen von Matador-Freunden weltweit konnten die alten Baukästen und deren Inhalte wieder rekonstruiert werden.

Die enge Beziehung der Menschen zu den Baukästen und deren Hersteller wird durch diese tatkräftige Unterstützung und Zustimmung deutlich, die aufkam, als sich in der Welt der Matador-Freunde herumsprach, dass die Geschicke der Firma wieder von jemandem verantwortungsvoll übernommen wurden. In dieser Zeit des „Wiederaufbaus“ erlebte das Ehepaar Tobias sehr viele abenteuerliche Dinge, die sicherlich einige Artikel in diesem Blog füllen würden …

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aus der Kleinkindserie: → Baukasten Ki. 0

Die Matador-Produktion heute – St. Pölten in Österreich

Doch nun zurück zu den Baukästen selbst. Dem Gedanken der Nachhaltigkeit und der Tradition verpflichtet, bestehen alle Teile der Baukästen aus Holz: die Quader, Scheiben, Räder, die verschieden langen Verbindungselemente, die Werkzeuge und – bei den ganz hochwertigen Kästen auch die Schachtel. Das Holz der Rotbuche stammt aus heimischen Beständen und nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Fertigung aller Matador-Bauteile erfolgt in Nordösterreich, im sogenannten Waldviertel.

Neben des klaren Bekenntnisses zum Naturwerkstoff Holz und einer lokalen Herstellung im eigenen Land ist es vor allem die Liebe zur Historie und die Wertschätzung der eigenen Geschichte die bei Matador so positiv ins Auge fällt. Es gibt ein Netzwerk aus Freunden, historische Bauvorlagen wurden gesammelt und können direkt bei Matador bestellt werden und auch Ersatzteile für die Baukästen wird man immer wieder bekommen. Was schön ist, denn die Baukästen an sich sind robust und sicherlich für mehrere Generationen Kinderhände gemacht.

Die Matador-Baukästen aus pädagogischer Sicht

Aus pädagogischer Sicht sind die Baukästen ein sehr wertvolles Kinderspielzeug, das die Entwicklung von Kindern nachhaltig und spielerisch fördert. Der Arbeitsausschuss Kinderspiel + Spielzeug hat einige der Matador-Baukästen mit dem renommierten „spiel gut“-Siegel ausgezeichnet.

Matador selbst zitiert in seiner Unternehmensvorstellung Konfuzius, um sein pädagogisches Konzept zu beschreiben:

Was du mir sagst, das vergesse ich.
Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
Was du mich tun lässt, das verstehe ich.“

Dieser an das Montessori’sche Konzept des „Hilf mir, es selbst zu tun angelehnte Gedanke ist der Kern im Umgang mit den Konstruktionsbaukästen. Denn vor allem kleinere Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter werden im Umgang mit den Baukästen eine Begleitung brauchen, die ihnen zum einen zeigt, wie man mit den Teilen und Werkzeugen umgeht, sie andererseits aber dem freien Schaffensprozess überlässt und nur dort hilft, wo das Kind es einfordert. Dieser gemeinsame Prozess des Begleitens, des Entdeckens und des behutsamen Helfens wird schließlich dazu führen, dass die Kinder in den freien, kreativen Schaffensprozess fernab von Vorlagen und Vorgaben eintreten und ihre überreiche Fantasie ins Tun kommen kann.

Zwar können die mitgelieferten Vorlagen Ideen für Konstruktionen vermitteln und den Einstieg unterstützen, später aber liegt der pädagogische Wert des Baukästen vor allem – das hat auch der Arbeitsausschuss Kinderspiel + Spielzeug bei der Vergabe des „spiel gut“ Siegels hervorgehoben – im freien Konstruieren, das die Fantasiekräfte der Kinder wirken lässt.

Motorik und Konzentrationsfähigkeit werden in diesem spielerischen Umgang mit den Konstruktionskästen ebenso sanft angesprochen wie auch die Verbindung der geistigen Idee bzw. der Vorstellungskraft mit dem manuell Machbaren sich als Erfahrung manifestiert. So wird auch die dreidimensionale, also räumliche Vorstellungskraft spielerisch gefördert. Nicht zuletzt ist das gemeinsame Bauen und Konstruieren im Spiel der Kinder miteinander ein kommunikativer Prozess, der Impulse an das gemeinsame Tun hervorbringt und damit auch soziales Verhalten in der Gruppe als eine Art „Teamgeist“ hervorbringt.

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Der Fantasie freien Lauf lassen: → Matador Klassik Baukasten Nr. 2

Übrigens sind die Matador-Konstruktionsbaukästen auch für Linkshänder geeignet was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Dafür wurden Sie auch bereits ausgezeichnet.

Wir alle bei Echtkind wünschen Euch nun viel Freude beim Entdecken der tollen Matador-Konstruktionsbaukästen aus Holz. Und vielleicht sind Menschen unter Euch, die selbst in ihrer Kindheit damit Kräne, Ziehbrunnen oder Lokomotiven gebaut haben. Es geht bei Produkten wie den Matador Baukästen auch um den Gestus des Erinnerns wenn mit Freude und „Mitwisserschaft“ ein Erwachsener ein Kind mit dem Spielzeug der eigenen Kindheit beschenkt.

Liebe Grüße, Eure Christina.

Matador-Baukästen bei Echtkind
Bau- & Konstruktionsspielzeug bei Echtkind
Spielzeug mit dem SPIEL GUT Siegel

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