Spielend lernen: Das richtige Spielzeug zum Alter des Kindes

Wir wollen heute einen kleinen Exkurs in die Psychologie wagen. Nun machen Eltern meist intuitiv schon alles richtig, wenn sie das geeignete Spielzeug für ihr Kind aussuchen: sie achten auf eine geringe Schadstoffbelastung, Naturstoffe, keine gefährlichen Ecken oder Kanten und darauf, dass das Spielzeug ihre Kleinen visuell anspricht. Doch entwicklungspsychologische Forschung zeigt: Kinderspielzeug ist essentieller Begleiter und Förderer der individuellen Entwicklungsstufen. Welches Spielzeug ist also besonders für welches Entwicklungsstadium geeignet?

Kugelgreifling-mit-allen-Sinnen-entdecken

Fördern die Entwicklung von Babys / Greiflinge und Rasseln aus verschiedenen Materialien

Der Spagat zwischen Über- und Unterforderung

Die richtige Mischung zwischen Forderung und Förderung kann den entscheidenden Unterschied ausmachen. Die motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten sind je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes ganz unterschiedlich ausgeprägt und so sollte das Spielzeug möglichst gut daran angepasst sein. Sind Spielzeuge zu anspruchsvoll, können sie frustrieren und entwicklungshemmend wirken. Sind sie zu einfach, lernen die Kinder vielleicht nichts Neues und langweilen sich. Vor dem 2. Lebensmonat machen Spielzeuge auch wenig Sinn, denn das Baby muss sich an die neue Umgebung gewöhnen und benötigt daher erst einmal ganz viel Liebe und Geborgenheit.

Babys: Neugierde fördern und Sinne aktivieren

Babys sind auf einem kognitiv einfachen Entwicklungsstand und so geht es in dieser Phase vor allem um die Anregung der Sinne und die Unterstützung der spontanen Aktivität des Kindes. Das gelingt mit vielfältig verwendbarem Spielzeug, das Kinder nicht in die Passivität drängt, sondern ihre Kreativität fördert. Welche Fragen dabei im Zentrum stehen, wird in diesem Beitrag zu pädagogisch sinnvollem Spielzeug ausführlich analysiert.

Der Tastsinn sollte mit Spielzeug unterschiedlicher Materialien und Formen geschult werden. Für die Förderung des Hörens sind Rasseln und quietschende Kuscheltiere sowie Mobiles oder Spieluhren, später auch einfache Holzbilderbücher geeignet. Spielzeug mit Farbenreichtum und unterschiedlichen Nuancen, sowie sich bewegende Spielzeuge unterstützen die frühzeitige Entwicklung des optischen Kanals. Da Kinder in dieser Phase, aus ihrem Experimentierdrang heraus, alles in den Mund nehmen, sind besonders in den frühen Jahren vollkommen natürliche Spielzeuge ohne Schad- und Farbstoffe zu empfehlen. Tipp: ideal für diese Entwicklungsphase geeignet sind zum Beispiel die „Echtkind“ Rasseln und Greiflinge, die dank unterschiedlicher Farbgestaltung, Form, Materialbeschaffenheit und Geräusche die parallele Entwicklung vieler Sinne ermöglichen.

Ab dem 1. Lebensjahr: Motorische und kognitive Aufgaben

Das Kind hat seine Umwelt jetzt durch die Sinne entdeckt und beginnt, Veränderungen darin vornehmen zu wollen. Für diese Phase eignen sich also Dinge, die die Kleinen umgestalten und formen können und durch die sie das Ursache-Wirkungs-Prinzip, also kognitive Grundkonzepte, erlernen. Holzbausteine, Stapelanlagen, Kugelbahnen und einfache Xylophone vereinen die sich entwickelnden motorischen Fähigkeiten mit Sinneseindrücken. Ebenso wird das Kind nun mit dem Gehen beginnen und dieser neue Energieschub sollte bewusst gefördert werden. Ganz einfache Schaukelpferde, Wippen oder stabile Wagen zum Schieben helfen dabei. Mit zunehmendem Alter können auch kognitiv herausfordernde Aufgaben wie Ausmalen, einfache Puzzle oder Kinder-Werkzeugkasten und Spielküchen gekauft werden.

Legespiel

Echt klassisches Pädagogik-Spielzeug: Formen-Legespiel von Wooden Story

Ab dem 4. Lebensjahr: Soziale Fähigkeiten und Selbstbewusstsein fördern

Jetzt machen Spielzeuge wie Fußbälle, Brettspiele oder Kartenspiele wie Memory viel Sinn. Sie fördern das Miteinander und lassen das Kind ganz eigene Fähigkeiten und Talente entdecken. Das stärkt schon früh das Selbstbewusstsein. Kompliziertere Konstruktionsspiele fördern die Entwicklung komplexer Problemlösestrategien, während Rollenspiele wie Puppenhaus, Kaufladen oder Piratenburg die Kreativität und soziales Strategieverhalten weiterentwickeln.

Eine besonders hilfreiche Übersicht über die Fähigkeiten und das geeignete Spielzeug für alle Altersklassen haben wir bei „Paradisi.de“ gefunden. Die Tipps für verschiedene Altersklassen sind dabei nie als starre Vorschriften zu sehen, sondern als Empfehlungen, die natürlich individuell angepasst werden sollen. In allen Entwicklungsstadien sind übrigens Konzentration, Exploration und Kreativität zu fördern, also ab dem Babyalter Kinder gerne auch mal alleine ohne Anweisungen mit ihren Spielzeugen lassen und ihre kleinen Entdeckungsreisen von Außen beobachten.

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