Laufräder – die Welt in Bewegung kennenlernen

Laufräder sind etwas Wunderbares – und manchmal neigen wir Erwachsene dazu, unsere Kinder um diese Spiel-Erfahrung zu beneiden. Denn leider gab es in unserer Kindheit die tollen Bikes noch nicht und so wurde der Übergang vom Dreirad oder Tretroller aufs Fahrrad uns nicht ganz so einfach gemacht wie den Kindern, die heute schon eine ganze Weile lang auf den flitzigen Laufbikes unterwegs waren und mit ihnen offensichtlich so viel Freude haben.

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Alu-Laufrad Alley Runner Road 14 Zoll von Early Rider

Pädagogischer Wert

Pädagogisch wertvoll sind Laufräder allemal, denn sie vermitteln dem Kind Schritt für Schritt viele motorische und die Balance betreffende Fähigkeiten: der Antrieb des Laufrads mit den eigenen Füßen, das gleichzeitige Lenken und das Erfassen der Umwelt, des Weges vor sich und eventueller Unebenheiten. Das Ausbalancieren des Körpers auf zwei Rädern, die Kraftanstrengung beim Laufen, die Erfahrung verschiedener Geschwindigkeiten. All dies und noch viel mehr erlernt das Kind ab etwa zwei bis drei Jahren auf dem Laufrad. Und wenn die richtige Zeit für ein pedalbetriebenes Fahrrad gekommen ist, ist der Übergang meist sehr unkompliziert und ohne Stützräder vollzogen.

Zeitpunkt und Sicherheit

Viele Eltern stellen sich und anderen immer wieder die große Frage, wann der richtige Zeitpunkt für ein Laufrad gekommen ist. Tatsächlich ist dieser Zeitpunkt von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Manche Kinder sind bereits im zarten Alter von zwei Jahren körperlich soweit, mit dem Laufrad zu fahren, andere Kinder finden erst ab etwa drei Jahren Freude an dem Bike. Neben der Größe, der individuellen, motorischen Fähigkeiten, des Körpergefühls und dem Drang des Kindes spielt auch die Bereitschaft der Eltern eine Rolle, das Kind auf dem Laufrad zu begleiten. Es ist ein großer Unterschied, ob Kinder zwei, zweieinhalb oder drei Jahre alt sind – vor allem in der Möglichkeit, sich sprachlich mit seinem Kind zu verständigen. So gibt es vielen Eltern – vor allem in den größeren Städten – ein besseres Gefühl, sich erst mit dem Kind auf dem Laufrad auf den Weg zu machen, wenn eine klare Verständigung über Regeln möglich geworden ist.

Und hier kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte beim Gespräch über Laufräder: die Sicherheit. Laufräder können mitunter (und vor allem bei abfälligem Gelände) sehr schnell werden. Das Kind sollte also in der Lage sein, das Laufrad soweit zu beherrschen, dass es gut mit den Füßen bremsen kann. Außerdem sollten das Körpergefühl und die Balance soweit entwickelt sein, dass es beim Fahren mit dem Laufrad keine Angst bekommt. Geeignetes Gelände für die Fahrübungen ist daher ein sehr, sehr wichtiger Sicherheitsaspekt. Das Kind sollte auf einem geschützten Übungsgelände fahren können, auf dem kein Verkehr herrscht und auch weitere Gefahrenquellen wie extrem abschüssiges Gelände ausgeschlossen sind. Das konsequente Tragen eines passenden Helms sollte zudem von Anfang an selbstverständlich sein.

Laufrad-Modelle: Holz oder Metall?

Die nächste Frage, die sich den Eltern stellt, ist die Frage nach dem richtigen Modell. Und sie ist niemals ganz zu beantworten. Bei der Vielfalt an Modellen, die es mittlerweile auf dem Laufrad-Markt gibt, ist eine Auswahl nicht ganz einfach. Zunächst sollte man sich nach dem Alter des Kindes richten und ein Modell wählen, das entweder ab zwei oder ab drei Jahren empfohlen wird. Hier spielt die Größe des Kindes die entscheidende Rolle. Wenn die Kinder weiter wachsen, können die meisten Laufrad-Modelle einfach in der Größe angepasst werden, indem der Sattel höher gestellt wird. Es macht bei der Auswahl der Größe des Laufbikes keinen Sinn, vorausschauend ein etwas größeres Modell zu nehmen, da das Kind an einem größenmäßig nicht passenden Laufrad keine Freude haben wird.

Und dann kommt bei der Auswahl eines Laufrads noch die Grundsatzfrage ins Spiel: Aluminium oder Holz? Hier scheiden sich die Geister fundamental und es gibt Verfechter für die eine und die andere Material-Variante. Wir selbst haben im Zuge der eigenen Erfahrung mit Kindern und im Zuge unserer Recherche zum Thema festgestellt: es tut sich nichts und ist die Wahl des Materials ist einzig und allein dem Geschmack der Eltern geschuldet. Meist sind Holzbikes ein paar 100 Gramm schwerer als Laufräder aus Aluminium, was dem Fahrspaß aber keinen Abbruch tut und kaum ins Gewicht fällt. Holzfahrräder sind auch nicht weniger stabil oder halten weniger aus, denn es handelt sich zumeist um schichtverleimtes Holz, das den Anforderungen an ein Laufrad gut standhalten kann. Man sollte Holzfahrrädern nur nicht tagelang im Regen stehen lassen – eine sehr lange und gleichmäßige Exposition an Nässe kann dem Holz dann natürlich schon schaden.

Seit Neuestem gibt es auch Kinderlaufräder aus federleichtem Carbon. Das sind wirkliche „Luxusausführungen“, die nicht nur sensationell leicht sind, sondern auch wirklich toll im Design. Allerdings werden die Kosten von über 1.000 Euro für ein Carbonlaufrad – was die Bikes mit Sicherheit auch wert sind – kaum für eine breite Masse erschwinglich sein.

Echtkind – unsere Wahl

Wir haben lange nach den „richtigen“ Laufrädern für Echtkind gesucht. Es stand für uns fest, dass wir sowohl ein Modell in Holz als auch in Aluminium anbieten wollten. Wir haben erst vor Kurzem unsere Suche erfolgreich abschließen können und sind nun in der Lage, nicht nur ein wirklich schönes und robustes Holzlaufrad zu einem sensationellen Preis-Leistungsverhältnis anbieten zu können, sondern auch zwei ganz außergewöhnliche Metall-Varianten.

Laufrad-aus-Holz

Mitwachsendes Laufrad aus Holz von Dip Dap

Unser Holz-Laufrad wird von einem Team von jungen, motivierten Menschen in Lettland gefertigt. Es ist vom Design her sehr schlicht und gleichzeitig originell durch die tollen Luftreifen mit den sportlich glänzenden Felgen. Das Holz stammt aus nachhaltiger, einheimischer Forstwirtschaft und die Oberflächen sind nicht lackiert, sondern mit Leinöl behandelt. So können Kratzer und Verschmutzungen ganz leicht mit etwas feinem Sandpapier entfernt werden. Ein wenig Nachölen und alles ist wieder in Ordnung gebracht.

Die ganz außergewöhnlichen Metall-Bikes Alley Runner 12‘‘ und Alley Runner Road 14‘‘ stammen aus der britischen Manufaktur „Early Rider“.

Beide Laufräder sind echte Hingucker und es wird kaum ein Kind auf dem Spielplatz das gleiche Laufrad haben – vor allem der Alley Runner Road mit dem Rennrad-Lenker ist ein ganz aufregendes Modell. Neben dem anspruchsvollen, schönen und ausgefallenen Design sind die Alley Runner sehr gut verarbeitet und versprechen eine lange Lebensdauer.

Laufrad-aus-alu-early-rider-logo

Die Macher von Early Rider haben sich ein großes Ziel gesetzt: sie wollen schlichtweg die besten Laufräder und Fahrräder machen. Und mit diesen tollen Bikes haben sie nur eines im Sinn:

„We love to get out there and just do it (whatever ‚it‘ may be). So we build bikes that enable children to do exactly that. Get stuck in. Whether you’re scooting around town or zooming through the woods, our bikes are only limited by your child’s imagination.“ (Early Rider)

In diesem Sinne wünschen wir Euch und Euren Kindern viel Freude beim Start in die Freiluft- und Fahrrad- bzw. Laufrad-Saison.

Liebe Grüße und bis bald,

Christina

–> Laufräder und mehr bei Echtkind

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Eine Antwort zu Laufräder – die Welt in Bewegung kennenlernen

  1. laufrad kenner schreibt:

    Hallo

    Sehr guter und Informativer Artikel. Ich konnte für mich einige Informationen nutzen.
    Den Vergleich zwischen Holz und Metall finde ich gut dargestellt.

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