Neujahr und Dreikönigstag // Gedanken zum Jahresbeginn

Noch ganz jung und frisch ist es, das neue Jahr. Und für viele Menschen bedeutet der Jahreswechsel einen Moment der Besinnung und des Innehaltens – damit wir uns für das neue Jahr ausrichten können, gemeinsam mit und für unsere Kinder. Gleichzeitig befinden wir uns noch mitten in der Weihnachtszeit und in der Weihnachtsgeschichte erwarten wir nun das Eintreffen der drei weisen Könige aus dem Morgenland in Bethlehem. In all diesen Kontexten stecken viele Gedanken, die wir mit unseren Kindern teilen können. Die erfahrene Pädagogin Beate Schwarz-Fischer nimmt uns mit in ihre Reflexionen zu Neujahr und vermittelt uns dazu einige Ideen, wie wir diese Zeit und ihre möglichen Gedankeninhalte visuell für Kinder begreif- und erfahrbar machen können.

Viel Freude beim Lesen!

„Wir sind ins neue Jahr gezogen

Ein Tannenbäumlein stand am Tor.

Und aus des Tores hohem Bogen da strahlt ein heller Stern hervor.

Der Stern der Könige wars, der Weisen, der macht die Wege hell und klar.

In seinem Lichte lasst uns reisen –

Durch Berg und Tal das ganze Jahr.“

Ist es nicht wundervoll, einfach neu beginnen zu können? Ganz von vorne? Eine neue Chance zu bekommen?

Wir haben Ideen, Wünsche: von Gesundheit, Glück, Erfolg, Muse, Gelassenheit und was nicht noch allem!

Jeder hat da so seinen ganz eigenen individuellen Wunschzettel – oftmals verborgen im Innersten. Was wir uns vornehmen, besser machen wollen in Zukunft oder eben anders. Ist es nicht zauberhaft, frei von Altem und Vergangenem zu sein?

Hermann Hesse beschreibt es so wunderbar:

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Treffender kann man es wohl kaum ausdrücken. Der Zauber des Neuen, Aufbruchstimmung, aber auch Mut loszulassen; eingefahrene, vertraute Gleise zu verlassen, einmal wohin zu reisen, wo ich noch nie gewesen bin; mir eine Ansicht anzuhören, die ich vielleicht gestern noch anders gesehen habe, wirklich in Ruhe zuzuhören.

Ich glaube, der Jahreswechsel birgt beides in sich – das Alte und das Neue. Wir werfen den Blick zurück, können bedenken, sortieren und auch loslassen. Vielleicht ist dies das Besondere an diesem Datum.

Und der Blick geht nach vorne, zum Neuen, Unbekannten, Unvorhersehbaren. Birgt das nicht Gefahr in sich? Ängste? Bereit sein? Vielleicht ja, aber:

„Der Stern der Könige wars, der Weisen, der macht die Wege hell und klar …..“

Vielleicht lächelt jetzt der eine oder andere: Ja klar, das war vor mehr als 2000 Jahren, da war der Glaube noch da, die Welt noch in Ordnung.

Nein, gar nichts war in Ordnung – die Probleme in der Gesellschaft waren den unsrigen gar nicht so unähnlich. „Das Geld fehlt an alle Ecken und End“, sagt Josef im Oberuferer Weihnachtsspiel oder „es war sonst kein Raum in der Herberge“ in der Überlieferung im Lukasevangelium. Das ist nach wie vor aktuell!

Doch noch einmal zu den Königen:

Es waren Weise, nach damaliger Zeit, Himmelskundige, Astrologen, die den Weg wiesen. Es waren Wissenschaftler, die sich auf den Weg machten, genauso wie es die armen Hirten taten. Beide waren bereit und folgten dem Stern. Nur ihre Gaben waren unterschiedlicher Natur: Gold, Weihrauch und Myrrhe – also das Feinste vom Feinen, würden wir heute sagen.

Es waren Gaben geistiger Natur, Symbolkraft für Reinheit, Gesundheit und Opfer in sich bergend.

Die Hirten, die nach Bethlehem gingen, bedienen die irdische Natur: Wolle, Milch und Mehl. Auch das darf nicht fehlen auf dem Weg durch das Jahr!

Vielleicht finden wir in dieser Polarität von Hirte und Königen, von arm und reich, von Herzenswärme und Geisteswissenschaft die Mitte, das Miteinander. Das Eine nicht ohne das Andere. Das Ganze, in dem jeder Mann, jede Frau ihren Platz hat.

In eben der Einen Welt!

Soweit – so gut. Nun bleibt die Frage: wie schaffen wir es als Erwachsene, solch Gedankengut dem Kind zu vermitteln? Die Polarität zwischen Hirten- und Königen für das Kind „ins Bild zu setzen?“

Eine wunderbare Möglichkeit finden wir in der Gestaltung des Krippentisches, den vielleicht der eine oder andere während der Weihnachtszeit in der Wohnung gestaltet. Die Hirten bekommen meist eine auf dunkelblauem Tuch, vielleicht mit Moos gestaltete Krippe – heimelig und Herzenswärme verströmend. Die Könige – die ja zeitlich noch ein wenig Luft haben, können inzwischen zum Beispiel am Fenstersims einher wandern.   Dies kann – und damit setzen wir durch entsprechende farbliche Gestaltung eine Unterscheidung – auf klarem, weißem Tuch geschehen. Symbolisch für geistige Klarheit, das Kristalline hervorhebend. Ein paar schöne Edelsteine säumen vielleicht deren Weg.

Am 6. Januar sind auch die Könige zur Anbetung des Christuskindes an der Krippe angekommen. So können wir in der Familie wunderbar das Weihnachtsgeschehen ins Bild setzen – und die Bewegung darin! Die Weihnachtszeit ist nicht mit dem Dreikönigstag zu Ende, sie geht bis Mariä Lichtmess, dem 2. Februar.

Und da wird das Licht spürbar ein anderes!

Die wunderbare Gestaltung des Krippentisches, wie es in den Waldorfkindergärten gepflegt wird, nämlich eine Hirten- und eine Königskrippe nacheinander zu gestalten, war mir als Mutter von drei Kindern für den häuslichen Bereich zu aufwendig und schwierig praktikabel …. So fand ich in der oben beschriebenen Weise eine gute Möglichkeit, beide „Bilder“ zu vereinen und doch eine Unterscheidung zu finden.

 

„Und aus des Tores hohem Bogen, da strahlt ein heller Stern hervor.

Der Stern der Könige wars, der Weisen,

der macht die Wege hell und klar.

In seinem Lichte lasst uns reisen

Durch Berg und Tal – das ganze Jahr.“

 

Einen guten Aufbruch ins Neue Jahr, mit Mut im Gepäck, Freude am Neuen und Vertrauen in das Bewährte wünscht Euch Eure Beate

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Weniger ist mehr – oder: wie kommen wir gut durch die Vorweihnachtszeit?

Der Jahreslauf führt uns nun langsam in die Adventszeit hinein. Die Zeit, die unsere Kinder und uns auf das kommende Weihnachtsfest vorbereitet. Diese in Süddeutschland so schön lautmalerisch „stade“ – also „stille“ – Zeit genannt, birgt in der Erwartung und Freude, mit der Kinder dem Weihnachtsfest und der Christgeburt entgegen fiebern, viele, wunderschöne Momente. Beate Schwarz-Fischer gibt uns in ihrem Blog-Beitrag heute wieder einige gute, anregende Gedanken für die kommende Zeit mit – zum Fest des Heiligen Sankt Nikolaus, der Tradition der Adventsspirale und zum kindlichen „Warten“ bzw. der „Erwartung“ des Weihnachtsfestes. Viel Freude beim Lesen!

aus dem Buch „Nikolaus und Ruprecht“ von Ostheimer

Weniger ist mehr – oder: wie kommen wir gut durch die Vorweihnachtszeit?

„Mama, wer ist das?“  „Papa, was ist das für ein Mann?“ usw. werden wir gefragt, wenn wir in der Vorweihnachtszeit mit Kindern unterwegs sind.

Ja, richtig, ihr ahnt schon:  es geht um den Heiligen Nikolaus. Aber der ist selten derjenige, dem man beim gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt begegnet.

Und manchmal fragen wir uns selber „Nikolaus“ – „Weihnachtsmann“, wer soll es denn nun sein?

Der wirkliche Nikolaus, der tatsächlich im 3. und 4. Jahrhundert gelebt und gewirkt hat, dem verdanken wir den 6. Dezember, den „Nikolaustag“.

In der wohl bekanntesten Geschichte vom sogenannten „Kornwunder“ wird erzählt, wie während einer großen Hungersnot ein Schiff im Hafen von Myra vor Anker lag. Das ist in der heutigen Türkei gelegen. Das Schiff hatte Korn an Bord für den Kaiser von Byzanz. Es kamen Menschen und wollten vom Korn kaufen, das die Seeleute jedoch nicht hergeben wollten … es war ja für den Kaiser bestimmt. Wie St. Nikolaus, damals Bischof, helfend eingeschritten ist, so dass die Hungernden zu Korn kamen und der Kaiser letztendlich auch zu seiner Lieferung aus Ägypten, das erzählt die Legende.

Zum Glück gibt es sie noch oder wieder – die Erzählungen und wunderbaren Bilderbücher, die von St. Nikolaus, seinem Wirken und seinen Wundertaten berichten.

Noch ein passendes Buch: „Sankt Nikolaus“ Jakob Streit und Georges A. Feldmann (Illustrationen)

Er ist ein weiterer Bote auf dem Weg zur Weihnacht hin, zur Christgeburt. Ob die Kinder die blank geputzten Stiefel vor die Haustüre stellen, ein gefülltes Säckchen am Morgen an der Tür hängt … oder der St. Nikolaus gar selber vorbeikommt…. Das werden wir als Eltern entscheiden, mit welchem Brauch wir als Familie am besten leben können, was für uns stimmig ist.

Und dann steht auch schon die Adventszeit vor der Tür und mit ihr die Zeit des Staunens, der Erwartung und der freudigen Ungeduld.

„Wir gehen den Weg in die Weihnacht hinein – jeden Tag einen Schritt“, so heißt es in einem alten, vielleicht nicht ganz so bekannten Weihnachtslied. Für Kinder sind diese „Schritte“ wunderbar aufgefangen im Adventskalender.

Wunderbar und in ganz besonderer Weise dargestellt wird der Weg zur Christgeburt, den wir in der Adventszeit tatsächlich gehen, wenn er als Spirale dargestellt ist:

vom Äußeren ins Innere gehen

Dieser „Weg“ kann durch Kerzen ins Bild gestellt sein, oder als Kalender, der Türchen hat, die spiralförmig immer weiter nach Innen führen, symbolisch hin zum Weihnachtsgeschehen.

Advent ist noch die Zeit der Erwartung. Erwartung auf die „Ankunft“, wie es wörtlich übersetzt heißt.

Das Haus wird langsam geschmückt, es wird gebastelt und gebacken. Es wird gerührt und geknetet, ausgestochen und gerollt. Kinderhände kleben, Schüsseln werden leergeschleckt….

Und es duftet herrlich, wenn die Plätzchen oder Lebkuchen aus dem Ofen kommen. Nein, es ist nicht alles zum gleich essen, die sind für Weihnachten, oder den Adventssonntag.

Die Plätzchen wandern erst einmal in die schöne Blechdose – wann es wohl wieder etwas daraus gibt?

Warten können – ich glaube, das geht ein wenig verloren in unserer schnelllebigen Zeit, in der auf Knopfdruck und Klick alles zu haben und zu erfahren ist.

Etwas er – warten, „ich kann es gar nicht mehr erwarten“, was einem da nicht alles einfällt, um das zu überbrücken und auszuhalten.

Warten ist eine wundervolle Übung darin, Geduld zu entwickeln, dass Dinge ihre Zeit brauchen, dass nicht alles Jetzt und Gleich zur Verfügung steht. Aber auch: im entscheidenden Moment soll dann alles auch soweit sein. Warten soll also auch Sinn und Zweck haben.

Kleine Überraschungen werden überlegt und kreiert und es knistert vor so manchem Geheimnis.

Und noch was, vielleicht ein Trost für alle Eltern:

in der Adventszeit braucht es noch nicht alle Fülle – die darf Weihnachten vorbehalten bleiben, wenn Haus und Wohnzimmer blitzblank geputzt sind

– weihnachtsfein eben –

dann ist Platz für alle vorbereiteten Schätze.

Und noch Vieles mehr!

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Buch-Neuheiten bei Echtkind: Ausgesuchte Klassiker aus dem Gerstenberg-Verlag

Heute möchten wir einen neuen Verlag im Echtkind-Sortiment vorstellen, von dem wir ab sofort einige wunderbare, anspruchsvolle und unser Sortiment wirklich bereichernde Buchtitel führen: den Gerstenberg Verlag.

aus „Die Reise“ von Aaron Becker

Der Gerstenberg Verlag blickt bereits auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück. 1792 wurde er von Johann Daniel Gerstenberg in Sankt Petersburg gegründet, bereits 1797 zog das Verlagshaus nach Hildesheim um, wo es bis heute am historischen Marktplatz steht. Das traditionsreiche Verlagshaus wird als Familienunternehmen in siebter Generation geführt.

1981 wurde das Kinderbuchprogramm im Gerstenberg Verlag aufgenommen und bietet heute viele schöne, erfolgreiche und auch ausgefallene Kinderbuchtitel. Bekannt sind vor allem die Bücher aus der Wimmelwelt von Rotraut Susanne Berner und die wunderschönen Bilderbücher des Künstlers Eric Carle.

  1. „Die kleine Raupe Nimmersatt“ und andere Bilderbücher des großartigen Illustrations-Künstlers Eric Carle

Klassiker aus dem Gerstenberg-Verlag: „Die kleine Raupe Nimmersatt“

Humorvoll, lehrreich und optisch ein echter Augenschmaus sind die wunderbaren Papp-Bilderbücher des weltbekannten Künstlers Eric Carle. Kunstvoll, aufwendig und mit viel Liebe entstehen die prächtig farbigen Illustrationen in aufwendigen Arbeitsschritten aus buntem Transparentpapier und erfreuen unsere Kinder mit ihrer Leuchtkraft. „Die kleine Raupe Nimmersatt“ ist ein moderner Bilderbuch-Klassiker, den viele von uns aus der eigenen Kindheit kennen. Aber auch andere Titel des unvergleichlichen Eric Carle faszinieren und begleiten unsere kleinen Kinder auf ihrer spannenden Entdeckungsreise in die Welt der Bücher. Einige ausgewählte Titel finden sich ab sofort in unserem Buch-Sortiment.

aus „Die kleine Maus sucht einen kleinen Freund“

  1. Wimmelbuch-Klassiker im „Taschen-Format“: Rotraut Susanne Berners Jahreszeiten

aus „Winter-Wimmelbuch“

Viele alltägliche aber auch außergewöhnliche Dinge ereignen sich übers Jahr im beschaulichen Städtchen Wimmlingen. Aus der unnachahmlichen Feder der bekannten und bedeutenden Buch-Illustratorin Rotraut Susanne Berner stammt der vierteilige Jahreszeiten-Zyklus, in dem wir an immer wiederkehrenden Schauplätzen die Bewohner Wimmlingens und ihre Erlebnisse im Frühling, Sommer, Herbst und Winter begleiten dürfen. Die vier erfolgreichen Papp-Bilderbücher haben wir in einem praktischen „Taschen-Format“ ab sofort im Sortiment – so können die Wimmelbücher mit ihren vielen „Geschichten“ zum Selbst-Entdecken auch überall dorthin mitgenommen werden, wo ein wenig gemeinsame Beschäftigung die (Warte-) Zeit verkürzt.

  1. Poetisch und ausgefallen – besondere Bücher aus dem Gerstenberg Verlag

Eindrucksvolle Bilder von großer poetischer Zartheit und magischer Leuchtkraft. Die beiden Neuheiten „Die Reise“ und „Ein Garten für den Wal“ sind zwei wunderbar ausgefallene und feinsinnige Kinderbücher, die wir heute empfehlen wollen. Einfühlsam, rührend und von großer Zartheit – wie auch einer angenehmen Portion leisen Humors – getragen, verfolgen wir den tüchtigen und unermüdlich schaffenden Grashüpfer dabei, wie er eine wunderschöne Gartenanlage auf dem Rücken des Wals errichtet. Und der vom Wal ersehnte Besuch bleibt nicht lange aus – viele Tiere kommen und bestaunen die prächtige Anlage. Bis der Wal eines Tages eine große Sehnsucht danach verspürt, wieder tief hinunter zu tauchen, auf dem Rücken zu liegen und die Sterne zu betrachten …

aus „Die Reise“

„Die Reise“ ist eine eindrucksvolle Hommage an die kindliche Kraft der Fantasie. Ohne Worte und mit beeindruckend ausdrucksstarken Bildern erschließt sich hier eine magische Reise, deren Ende sich wie von Wunderhand zu einem Kreis mit dem Beginn der Geschichte schließt und das Wunder Einzug hält in die Realität…

  1. Kinder-Sachbücher – wir entdecken Flora und Fauna

Kindern ein gutes und authentisches Verhältnis zur Natur, ihren Rhythmen und ihren Bewohnern zu vermitteln, schafft Raum für Werte, die unsere Kinder ein Leben lang begleiten. In diesem Sinne empfehlen wir heute einige ausgewählte Titel aus unserem neuen Kinder-Sachbuch-Programm. Das 2017 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Leipziger Lesekompass und dem Wissenschaftsbuch des Jahres ausgezeichnete Werk „Bienen“ etwa widmet sich rundum dem Thema der nützlichen und staunenswerten Insekten – und gibt unseren Kindern einen fundierten Überblick über ein Thema, das vor allem in Zeiten des dramatischen Bienensterbens von großer Wichtigkeit ist.

„Lavendel, Lilie, Löwenzahn“ und „Birke, Buche, Baobab“ widmen sich in beeindruckend schönen Illustrationen im Stile historischer Farbtafeln der Blumen- und Pflanzenbestimmung. Die Entdeckung und Bestimmung von Pflanzen ist eine schöne, wohltuende Erfahrung für Kinder, denn sie ermöglicht eine eigenständige Annäherung an die Natur und ihre Geheimnisse.

Zuletzt wollen wir die sehr schön und mit viel Liebe zum Detail aufwendig illustrierten Kinder-Sachbücher von Thomas Müller vorstellen, in denen wir mit unseren Kindern gemeinsam Spatzen und Störche durch den Jahreslauf begleiten, nachtaktiven Tieren folgen und eintauchen in das Leben der heimischen Tiere während der Wintermonate.

Viel Freude beim Entdecken!

Bücher aus dem Gerstenberg-Verlag bei Echtkind
Kinderbücher bei Echtkind

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Wie Kinder schenken – einige Gedanken zu Sankt Martin

Der November hält nun bald Einzug – und es beginnt die wunderschöne, stimmungsvolle Laternenzeit, die unsere Kinder und uns zum Fest des Heiligen Martin führt. Das spontane, selbstverständliche Schenken, das die gute Tat des Heiligen Martin charakterisiert, findet sich auch im Gestus des kindlichen Schenkens wieder. Unsere Echtkind-Freundin Beate Schwarz-Fischer hat sich dazu ein paar Gedanken gemacht.


Illustration aus dem Buch „Laternenzeit“ von Michaela Kronshage

Wie Kinder schenken – einige Gedanken zu Sankt Martin

von Beate Schwarz-Fischer

Hast du schon einmal eine frischgefallene, noch glänzende Kastanie in die Hand gedrückt bekommen? Mit einem freudigen: “Da, die ist für dich!“

Und dann noch eine …und noch eine!

Wie wundervoll ist es, im Herbst mit den Kindern unterwegs zu sein – nein, natürlich nicht nur im Herbst. Aber da vielleicht besonders. Eicheln, Kastanien, bunte, wundervolle Blätter, Hagebutten …. und was nicht noch alles!

Mit welcher Freude wird hier gefunden, gesammelt –  und verschenkt. Als ob die reichen Gaben des Herbstes in ihrer Fülle aus sich heraus sagen wollen: „Da, für dich.“

Mit dem 21. September, dem kalendarischen Herbstanfang, haben wir eine kleine Zeit, in der sich Tag und Nacht die Waage halten – dann übernehmen Dämmerung und Dunkelheit mehr und mehr die Führung am herbstlichen Himmel. Die Tage werden merklich kürzer – die Nächte länger.

Genau in dieser Zeit liegt im Jahreslauf das Fest, das dem Heiligen Martin gewidmet ist, die Laternen der Kinder entzündet werden und diese damit singend durch die Straßen ziehen.

Die meisten von euch kennen zumindest den Kern der Legende um „Ritter Martin“, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Seinem Vater gehorchend diente Martin von Tours viele Jahre als Offiziersschüler unter Kaiser Konstantin. Sein Sinn stand jedoch anders und nach vielen Jahren wurde er auf seinem Weg vom Kriegsdienst entlassen, bis er schließlich im Jahre 350 vom Volk zum Bischof in seiner Vaterstadt gewählt wurde und dort die Priesterweihe erhielt.

Viele Geschehnisse und Geschichten ranken sich um den Mann, Kirchen wurden nach ihm benannt, und noch heute feiern wir am 11. November, dem St. Martinstag, das Laternenfest. Viele Darstellung in der Kunst sind der Szene gewidmet, in der St. Martin – hoch zu Ross, einem Bettler begegnet, im Vorüberreiten seinen Mantel mit dem Schwerte teilt und einen Teil seines Mantels dem frierenden Bettler reicht. Ganz still zieht er weiter, selbstverständlich und vollkommen unspektakulär.

Denken wir jetzt noch einmal an die oben beschriebene Freude der Kinder beim Finden und Schenken. Kleine – und auch große Kinder finden – und schenken ganz leicht, ganz frei, ganz von sich aus – wenn man sie denn lässt! Und darin liegt wohl der große Schatz des Schenkens: in der überbordenden Freude, die einfach Teil – haben lassen will: „Da, du sollst dich auch freuen“.

Lassen wir uns in der kommenden Zeit – in der ja viel und oftmals sehr angestrengt vom Schenken die Rede sein wird – von der Leichtigkeit inspirieren, der Selbstverständlichkeit und der kindlichen Freude.

Wenn`s Sonnenlicht verschwindet, wird’s Lichtlein angezündet. Mein Licht durchstrahlt die dunkle Nacht, Laternchen leucht` und halte Wacht“

Das weniger werdende Sonnenlicht lädt ein, das kleine Kerzenlicht geschützt durch die Nacht zu tragen, nach innen in die warme Stube zu bringen, als Bote in die Jahreszeit hinein, in der wir viel Licht und Wärme um uns und in uns tragen wollen.

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Neu bei Echtkind: Holzauto „Stadthupfer“

Holzauto-Stadthuper-1

Der massive, griffige „Stadthupfer“ aus dem warm getönten Holz der Erle ist eines der schönsten Holzauto-Modelle, die wir bei Echtkind haben. Als echter Spielzeug-Klassiker wird er – zumeist begleitet von einem markanten „Bruuuummm Bruuuummm“ – von Babys und Kleinkindern gerne bespielt.

Holzauto-Stadthupfer-2

Und Hand auf Herz, dieses hochwertig und sorgfältig in der Bodensee-Region gearbeitete, automobile Schmuckstück darf sicherlich auch später einmal einen schönen Platz finden, wo es als verträumte Reminiszenz an die frühe Kindheit im Alltag nachwirken darf …

Holzauto-Stadthupfer-3

Holzauto „Stadthuper“ im Echtkind-Shop entdecken

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