Richtig gut angezogen durch den Herbst – ein Erfahrungsbericht

In den Übergangszeiten stehen wir als Eltern immer wieder vor der Frage, wie wir unsere Kinder so gut anziehen, dass sie bei wechselnden Temperaturen weder übermäßig schwitzen noch frieren müssen, dass sie sich trotz vieler Schichten gut und ohne Einschränkungen bewegen können, dass sie den drohenden Erkältungen trotzen und den Übergang auf angenehme Weise erleben können. Vor allem Kinder, die viel draußen im Freien unterwegs sind, fühlen sich in funktionaler und gleichzeitig geschickt geschichteter Kleidung aus guten, nachhaltigen und unbedenklichen Naturmaterialien sehr wohl. Wolle-Seide- und Wolle-Kleidung sind dabei ideale Begleiter.

Unsere Echtkind-Freundin Saskia, deren Zwillinge Hanna und Luis einen Waldkindergarten besuchen dürfen, lässt uns in diesem Artikel an ihren Erfahrungen als erfahrene Waldkindergarten-Mama teilhaben und erzählt uns, wie wir Kleidung aus Wolle-Seide und Wolle richtig schichten und pflegen. Ich möchte Saskia an dieser Stelle ganz herzlich für Ihren wertvollen und informativen Beitrag danken! (→ Saskias Blog)

Viel Freude beim Lesen, Christina

Wolle-Seide – unsere Wohlfühlkleidung für drinnen und draußen von warm bis eisig

Es ist Herbst. Die Blätter leuchten in ihren schönsten Farben und die Nächte sind kühl geworden. So stehe ich nun allmorgendlich kurz auf dem Balkon, um die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit zu erahnen, damit ich in etwa weiß, wie ich meine Kinder für den Tag im Waldkindergarten präparieren muss. Der Herbst ist die Jahreszeit, wo an einem Tag alles dabei sein kann. Von feuchtem Nebel in der Früh, über Regen am Vormittag bis hin zu warmen Sonnenschein am Nachmittag. Und manchmal gesellen sich dann auch noch ein paar Schneeflocken dazu. Für all das müssen meine zwei vorbereitet sein. Allwettertauglich sozusagen.

Als wir uns vor einem Jahr für den Waldkindergarten entschieden haben, stand ich vor einigen Herausforderungen: welche Unterwäsche? Welche Zwischenschicht? Was ganz Außen? Welche Handschuhe? Mütze? Schal oder doch lieber einen Loop?

Meine Erkenntnisse bezüglich unserer Kleidung für den Waldkindergarten in den Übergangsjahreszeiten möchte ich nun heute also mit euch teilen, weil die Kinder im Waldkindergarten die besten Vorbilder für alle Kinder sind, die sich gern lange und viel bei jedem Wetter draußen aufhalten.

Die ersten Gedanken

So las ich mich in dieses Thema ein und nahm einige gute Tipps von erfahrenen Mamas an. Es war mir ja wichtig, dass meine Kinder nicht frieren. Da Hanna und Luis ein sehr unterschiedliches Wärmeempfinden haben, brauchte ich nun eine gut ausgleichende Kleidung, in der sie nicht schwitzen, die aber dennoch gut warm hält. Es wurde empfohlen, die Kinder im Zwiebellook zu kleiden, damit die Erzieher ihre Schichten an die sich verändernden Wetterbedingungen anpassen können. Zwiebellook schön und gut, aber aus welchen Materialien sollten denn nun meine kleinen Zwiebeln bestehen?

Schnell wurde klar, dass für diese Anforderungen nur Wolle- und Wolle-Seide-Kleidung in Frage kommt. Die atmungsaktiven und temperaturregulierenden Eigenschaften überzeugten mich einfach. Hinzu kommt, dass ich mit meinem ökologischen und naturnahen Gedanken ja da eh auf der richtigen Schiene bin.

Die Ausstattung

Für mich war es anfangs ein Rätsel, wie viel ich von jedem Stück kaufen sollte? Da ich sie täglich mit dieser Kleidung einkleiden möchte, brauchte ich ja schon so einige Teilchen. Unsere Waschmaschine läuft doch relativ häufig, also rechnete ich mir alles zusammen und so kaufte ich je Kind zwei Wolle-Seide-Hemdchen, drei Wolle-Seide-Langarmshirts und zwei Wolle-Seide-Leggings, sowie einen Wollpullover, eine Wollwalk-Überhose und eine Wollwalkjacke sowie eine Wollwalkweste. Dies sollte zunächst ausreichen, um sie gut für die Übergangsjahreszeit zu kleiden. Luis lässt den Pullover gern weg, da es ihm dann doch zu warm ist, wahrscheinlich auch deshalb, weil er sich als Junge mehr bewegt. Als Accessoires wählte ich eine Wollwalkmütze, Wollwalkhandschuhe und einen kuschligen Loop aus Merinowolle.

Für Regentage kam dann noch eine Schicht aus Regenkleidung inklusive wasserundurchlässiger Handschuhe dazu. Dies musste einfach sein, weil Wolle nun doch keine 4 Stunden Dauerregen aushält.

Die Pflege

Unklar war mir anfangs auch die Pflege der Wolle- und Wolle-Seide-Kleidung. Ich war der Meinung, dass ich sie recht häufig waschen muss, da sie doch im Wald arg verschmutzt.

Nun hat sich aber mittlerweile eine gute Pflegeroutine etabliert, von der ich euch gern erzählen möchte. Also erst mal gilt: kein Stress machen, da es tatsächlich nur etwas Dreck von außen ist. Sie wälzen sich ja nun nicht gerade, wie kleine Wildschweinchen 😉 Durchatmen. Trocknen lassen. Ausbürsten. Es funktioniert wirklich. Setzt sich ein Kind also mal mit den Knien in den Schlamm und bleibt dieser in den Wollfasern hängen, ist dies absolut kein Problem, wenn man es über Nacht eben einfach trocknen lässt. Danach geht es mit der Bürste wie von Zauberhand ab. Die Wollwalkkleidung wird dann einmal im Monat im Wollwaschprogramm meiner Waschmaschine gewaschen und zwischendurch lediglich ausgelüftet. Das natürliche Lanolin auf den Wollfasern absorbiert nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch Gerüche.

Die Kleidungsstücke in den Schichten darunter tausche ich jeden 3. Tag aus. Das reicht völlig aus. Auch deshalb, weil Kinder in diesem Alter ja noch nicht so stark schwitzen und die Wolle eben weitestgehend selbst reinigt. Diese wasche ich dann ebenso im Wollwaschprogramm mit einem passenden Wollwaschmittel.

Wollekleidung kann nicht im Wäschetrockner getrocknet werden. Der normale Wäscheständer reicht zum Trocknen völlig aus und meist geht dies in einem warmen Raum auch über Nacht.

Wollkleidung imprägnieren

Um die Wollwalkjacken und -hosen ein bisschen wasserabweisender zu bekommen, sprühe ich sie hin und wieder mit einer selbstgemachten Sprühkur ein. Das geht ganz einfach und ist ruckizucki gemacht.

Was benötigt ihr?

  1. Lanolin anhydrat aus der Apotheke (es ist dunkelgelb, nicht die „Creme“ kaufen)
  2. Heißes Wasser
  3. Einen kleinen Schuss Spüli

Wie wird es gemacht?

1 TL Lanolin in einer Tasse heißes Wasser auflösen, bis nur noch die Fettaugen an der Oberfläche zu sehen sind, danach das Spüli dazu und rühren, bis eine milchige Flüssigkeit entsteht. Das fülle ich dann in eine Sprühflasche und lasse es abkühlen. Danach könnt ihr diese Mischung auf die Kleidung sprühen und trocknen lassen.

Damit wird die Wollwalkkleidung nicht wasserfest, aber gut wasserabweisend und hält einen Nieselregen eine kleine Weile stand.

Wolle und Seide – die Alleskönner

Was genau kann die Wolle nun eigentlich und warum die Seide? Ihr habt sicher alle schon mal die Erfahrung gemacht, dass euch reine Wollstücke an der Haut gekratzt haben. Nun hat man entdeckt, dass wenn man der Faser Seide beiwebt, dass diese Kleidung dann als viel angenehmer und weicher empfunden wird. Somit ist Wolle-Seide-Kleidung schon mal ganz hervorragend für Babys und Kinder geeignet. Seide wirkt sogar hautberuhigend.

Die Wollfasern in diesem Gemisch besitzen wärmeregulierende Eigenschaften. Somit kühlt die Kleidung im Sommer und wärmt im Winter, ohne eine Überhitzung zu riskieren, da sie ebenso atmungsaktiv ist. Darüber hinaus wirkt die Wolle feuchtigkeitsregulierend. Sie kann bis zu 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Das ist zum einen bei der Wollwalkoberschicht von Vorteil, wenn es eben mal leicht regnet, aber auch bei der ersten Schicht am Körper nimmt die Wolle-Seide-Kleidung den Schweiß auf und gibt ihn nach außen hin ab, sodass sich kein Wärmestau direkt am Körper bilden kann.

Das Lanolin (Wollwachs) in der Wolle stammt aus den Talgdrüsen der Schafhaut und ist der Grund, warum Wollkleidung oft nach Schaf riecht und gleichzeitig ein Qualitätsmerkmal. Wollwachs ist hautpflegend, hautschützend und wirkt wasser- und schmutzabweisend, weshalb es auf natürliche Weise die Wollkleidung vor Regen schützt. Da die Haut das Wollwachs mit der Zeit aufnimmt, ist es ratsam die Wollkleidung hin und wieder mit der Lanolinkur, wie im letzten Abschnitt beschrieben, einzusprühen. So behält sie ihre genialen Eigenschaften bei.

Fazit

Unser zweites Kindergartenjahr hat nun begonnen und wir hatten im letzten Jahr von -15 Grad bis 35 Grad im Schatten alles dabei. Täglich ist die Wollkleidung unser Begleiter und hat uns bisher noch nie enttäuscht. An trockenen Tagen in den Übergangsjahreszeiten sind Hanna und Luis sogar rein in Wolle und Wolle-Seide gekleidet. Selbst die Schuhe sind aus Schurwolle. Durch den Zwiebellook haben sie immer mehrere Schichten dabei, die sie ausziehen können, wenn ihnen mittags dann zu warm wird. Das funktioniert sehr gut.

Und auch die Pflege der Kleidung hat mich überzeugt. Ein klein wenig musste ich mich umgewöhnen und auch nun die Wolle-Kleidung von Baumwollkleidung trennen, da auch hin und wieder mein Mann Wäsche wäscht und das ein oder andere Teilchen dabei schon übersehen hat.

Aus vollster Überzeugung kann ich Wolle- und Wolle-Seide-Kleidung empfehlen, weil ihre Eigenschaften hervorragend zu Kindern passen, die sich viel und gern bei jedem Wetter draußen aufhalten, aber auch als Schlafanzug sehr gut geeignet ist. Sie ist bequem, weich und bei jeder Temperatur der richtige Begleiter.

NACHWORT

Liebe Saskia, vielen Dank noch einmal für diesen wertvollen Beitrag. Auch ich bin erst mit der Geburt meiner Kinder auf die wunderbaren Eigenschaften von Wolle- und Wolle-Seide-Gemischen aufmerksam geworden. Meine beiden Kinder tragen seit ihrer Geburt Wolle-Seide-Unterwäsche, fast das ganze Jahr hindurch und sie fühlen sich darin rundum gehüllt und wohl. Manchmal scherzen wir zu Hause schon, dass am Ende der Jahreszeit wohl die Wolle-Seide-Hemdchen am Körper festgewachsen sind, denn beide Kinder tragen diese so gern, dass sie sie auch nachts gar nicht ausziehen mögen – und auch nicht müssen J. In den Wolle-Schonwaschgang der Waschmaschine kommen die Kleidungsstücke aus Wolle und Wolle-Seide bei uns eigentlich nie.

Ich wasche stark verschmutzte Kleidungsstücke meist von Hand in leicht lauwarmem Wasser und hänge sie dann direkt auf, damit sie ein paar Stunden später wieder trocken und einsatzbereit sind. Wie Du aber auch erwähnt hast, ist zumeist das Lüften der Wolle- und Wolle-Seide-Kleidung ganz ausreichend wegen der guten Eigenschaften des Lanolins/ Wollfetts, das den Schmutz abhält. Man muss sich tatsächlich ein wenig an diese Art der Kleidung herantasten, die einen anderen Umgang als die klassische Baumwolle erfordert – aber den Kindern eben auch so viel Gutes und vor allem Wohlbefinden schenkt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Echtkind-FreundInnen weiterhin einen wunderschönen, stimmungsvollen und hoffentlich erkältungsfreien Herbst!

Liebe Grüße,

Eure Christina

Bio Baby- und Kinderkleidung bei Echtkind

Veröffentlicht unter Echtkind-Freunde, Tipps | Verschlagwortet mit , , , , , ,

Endlich da: „Alle Welt. Das Landkartenbuch“ in neuer Auflage mit erweitertem Kartenmaterial

Lasst uns gemeinsam die weite Welt bereisen … Die neue, erweiterte Auflage des wunderbaren Kinderbuchs „Alle Welt. Das Landkartenbuch“ ist endlich da.

→ Fantastische Landkarten in „Alle Welt. Das Landkartenbuch“

Eingekuschelt mit Mama oder Papa auf dem Sofa, zusammen in großer Runde mit den Schulfreunden, mit Oma oder Opa bei einer Tasse Tee am Küchentisch, mit den Geschwisterkindern in der selbst gebauten Piratenhöhle – alles wird Ausgangspunkt für eine spannende Reise um die Welt. Das große, wunderbar aufwendig gestaltete Kinderbuch ist vor allem eines:  Ein echter Augenschmaus für wissbegierige Kinderaugen und neugierig gebliebene Erwachsene! Das Landkartenbuch ist ein kindgerechter Atlas der besonderen Art. Die reich bebilderten Landkarten erinnern an den Stil historischer Kartographie der großen Weltentdecker. Egal, wohin man reist oder von wo man startet – immer wieder finden sich interessante Details, die unsere Augen fesseln und unsere Neugier wecken.

Auf 152 Seiten entdecken wir zusammen mit unseren Kindern die Erde mit ihren sieben Kontinenten, dazu 62 ausgewählte Länder und die Arktis. Auf den wunderschön illustrierten Landkarten finden sich nicht nur Städte, Flüsse und Berge, sondern auch kulturelle Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten der landestypischen Flora und Fauna, berühmte Persönlichkeiten, Sehenswürdigkeiten aus Kunst und Architektur, allerlei Erfindungen, die Lieblings-Freizeitbeschäftigungen der Landesbewohner, Nationalgerichte und vieles Wissenswertes mehr. Mehr als 6.000 gemalte Miniaturen stellen uns die Vielfalt unseres Planeten vor. Einmal „hineingeblättert“, lässt einen dieses wunderbar reiche, vielfach preisgekrönte Buch einfach nicht mehr los. Was eine Altersempfehlung betrifft, so lässt sich sicherlich nach oben keine Grenze setzen, da das große Landkartenbuch uns so viel Freiheit in der Betrachtung lässt und sogleich so viele Details vermittelt, die selbst weit gereisten Menschen vielleicht an der ein oder anderen Stelle noch Nicht-Gewusstes offenbart. Es eignet sich für Kinder ab dem Schulkindalter, die Schritt für Schritt selbst – schauend, lesend und staunend – die Welt entdecken wollen.

Mehr als drei Jahre haben die beiden polnischen Autoren und Illustratoren Aleksandra Mizielinska & Daniel Mizielinski an diesem Werk gearbeitet, das nun – sehnlichst erwartet – in einer um 20 Länder erweiterten Neuauflage erschienen ist. Über 6.000 Vignetten haben sie gezeichnet, zwei eigene Schriften entwickelt und sich intensiv – und offensichtlich mit viel Lust und Freude – mit den vielen schönen Ländern und Kontinenten unserer Erde beschäftigt: Was ist das Nationalgericht von Litauen? Welche Trachten trägt man in Österreich? Welche Tänze gibt es in China? Welche Tiere leben in Südafrika? Welche Sportarten sind bei den Franzosen besonders beliebt? Wer macht in Europa die besten Pralinen? Welche sind wohl die berühmtesten deutschen Schriftsteller?

Entstanden ist ein Landkartenbuch, wie es bisher noch keines gab: Es überzeugt durch seine eigenwillige grafische Gestaltung und seine außerordentliche Lust am Detail. Ein Buch, das man wieder und wieder anschauen möchte und das jedes Mal mit neuen Entdeckungen aufwartet.

Viel Freude beim Entdecken!

„Alle Welt. Das Landkartenbuch“ bei Echtkind versandkostenfrei bestellen
Kinderbücher ab 6 Jahre

Veröffentlicht unter Neuheiten, Sortiment | Verschlagwortet mit

GRAPAT – Holzspielzeug mit großem Zauber oder der Zauber des kindlichen Spiels

Wir wollen heute eine wunderschöne Neuheit bei Echtkind präsentieren, über die wir sehr glücklich sind: die zauberhaft schönen und unzweifelhaft unvergesslichen Holzspielzeuge des spanischen Familienunternehmens GRAPAT. (→ direkt zum Shop)

Nachhaltig, von poetischer Schönheit, mit einem ganz besonderen pädagogischen Wert für kleine Freigeister und Fantasiekünstler.

Das kleine, katalanische Familienunternehmen GRAPAT stellt mit großer Sensibilität, Sorgfalt und Respekt vor dem kindlichen Spiel zauberhafte Holzspielzeuge her, die uns staunen lassen und uns emotional auf wunderbare Weise ansprechen. Im Mittelpunkt der Philosophie, die die Firmengründer von GRAPAT, Casiana und Jordi, formulieren, steht der Respekt vor der Kraft des kindlichen Spiels und dem Zauber der unermesslichen Fantasiebegabung unserer Kinder.

Das Eintauchen der Kinder in die Welt ihres Spiels, die sie selbst kraft ihrer Fantasie heraufbeschwören, sind kostbare, wichtige Momente. Uns Erwachsenen kommt dabei die Aufgabe zu, diese Momente zu ermöglichen – indem wir Raum und Ruhe für das freie Spiel der Kinder schaffen und sie darin zu unterstützen. Denn die Fantasiekraft, die in unseren Kindern steckt, ist wie eine Urkraft, die sich unaufhaltsam ihren Weg bahnt. Und wie wichtig das Spiel der Kinder für Ihre gesunde Entwicklung ist, wird spätestens in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung deutlich.

In diesem Sinne ist auch das zauberhaft schöne Holzspielzeug von GRAPAT ganz der Idee eines freien Spiels der Kinder untergeordnet: Einzelne Objekte, ein offener und nicht vorgegebener Spielsinn, hochwertige, unbedenkliche Naturmaterialien, die Kinder gerne anfassen. Die freilassenden Formen und Figuren verwandeln sich so im kindlichen Spiel in alles, was die Kinder kraft ihrer Imagination daraus machen und was  als inneres Bedürfnis in das Spiel hineingebracht wird. Diesen Zauber können wir jeden Tag aufs Neue beobachten, daran teilhaben und staunen.

Zwergenkindlein, die in einem Bettchen aus einer Kokosnuss-Schale kuscheln, zarte Regenbogen-Geister mit spitzen Hüten, die aus ihren Verstecken heraus die Geschicke der Welt beobachten, dunkle Hölzer, helle Hölzer, magische Farben, Kugeln und passende Schälchen, die zu sortieren und farbig zu erleben sind, Zwerglein, die sich in Ringen verstecken, „Kuckuck, da bin ich“ – und schon ist es wieder weg, welch herrliches Kinderspiel. Mein Kinderschatz versteckt sich in einem Baumwollbeutel. Darin trage ich meine Schätze herum, habe sie bei mir, zeige sie staunend…

Kleine Kinder ab einem Jahr werden vor allem Freude am Entdecken der Farben und Formen empfinden, Kugeln rollen und sie wieder einfangen, sortieren, stapeln und legen. Das Spiel von Verschwinden und Da-Sein – „Kuckuck, daaa“ – ist essentiell in der kindlichen Erfahrung des „Ich“ und von großer Faszination für Kleinkinder. Später, etwa ab drei Jahren, tritt häufig das „Kleine Welt“-Spiel in den Vordergrund. Spielewelten werden aufgebaut, mit bunten Tüchern als Wiesen oder Wasserläufen, mit Bergen und Höhlen, in denen Zwerge, Ritter oder andere Wesen märchenhafte Abenteuer erleben dürfen. Ältere Kindergarten- bzw. Schulkinder verwenden die schönen Holzteile auch gerne, um einfache mathematische Rechnungen bildhaft zu verstehen, um Zahlen und Grundrechenarten über die Sinne erfahrbar zu machen.

Die wunderschönen, freilassenden und komplett der Fantasie der Kinder untergeordneten Holzspielzeuge von Grapat ermöglichen ein freies, ein fantasievolles Spiel, dessen pädagogischer Sinn für die Entwicklung unserer Kinder nicht zu unterschätzen ist. Und das Spiel mit den wunderschönen Figürchen, Holzringen, Schälchen, Kugeln und anderen Objekten ermöglicht jene ganz besonders wertvollen, kleinen Momente, in denen ein Bild, ein Sinneseindruck tief ins Herz des Kindes hineingeht und dort kraftvoll wirkt. Ein Leben lang – in einer Kindheitserinnerung an etwas Einzigartiges, Kraftvolles, Zauberhaftes wie das Spiel und die Fantasie selbst.

Die zauberhaft schönen Holzspielzeuge von GRAPAT findest Du ab sofort bei Echtkind.

Viel Freude beim Entdecken!

zu den Holzpielzeugen von GRAPAT bei Echtkind
mehr Neues bei Echtkind

Und weil es so schön ist noch ein paar Impressionen dieser fantastischen Produkte.

Veröffentlicht unter Hersteller, Neuheiten, Sortiment | Verschlagwortet mit , , , , , ,

Nachhaltig, gesund und funktional // Brotboxen & Trinkflaschen aus Edelstahl und Glas

Neu im Ecktind-Sortiment: Brotboxen und Trinkflaschen

Ausflüge, Reisen oder ganz einfach die tägliche „Brotzeit“ für die Schule – gute Brotboxen und Trinkflaschen für die zuverlässige Verpflegung unserer Kinder sind einfach elementar. Sowohl aus gesundheitlichen als auch aus nachhaltigen Gründen sind Brotboxen aus hochwertigem, lebensmittelechtem und vor allem geschmacksneutralem Edelstahl und Trinkflaschen aus Edelstahl oder Glas wohl aktuell die beste Wahl für unsere Kinder und uns. Edelstahl und Glas geben keine bedenklichen Stoffe an die eingefüllten Lebensmittel und Flüssigkeiten ab, sie sind recycelbar und können – wenn doch einmal etwas kaputt gegangen sein sollte – problemlos in den Wiederverwertungskreislauf hineingebracht werden. So können gute Brotboxen und Trinkflaschen uns mitunter ein ganzes Leben lang begleiten – und einzelne Dellen oder Beulen erzählen uns vielleicht einen schönen, erinnerungswürdigen Schwank von einem gemeinsamen Erlebnis…

Eine gesunde Zwischenmahlzeit oder die Verpflegung für einen Tagesausflug kann sehr einfach gehalten sein – zum Beispiel ein frisches Brot mit einem leckeren Aufstrich – oder aber fantasievoll und bunt sein – wenn sich zu dem Pausenbrot etwa noch ein paar Apfel- oder Gurkenschnitze gesellen, Kirschtomaten, frische Erdbeeren, getrocknete Aprikosen oder gar ein Bratling vom vergangenen Abendessen. Für all diese wunderbaren kulinarischen Köstlichkeiten, die man in eine Brotbox stecken kann, gibt es geeignete Behälter. Zum Beispiel die wunderschönen, sehr hochwertigen Edelstahl-Brotboxen der Firma Lunchbots, die Boxen mit unterschiedlich vielen Fächern anbietet. (→ Echtkind-Shop)

So können sowohl die Liebhaber einer schlichten Brotmahlzeit als auch diejenigen, die gerne eine Variation an leckeren kulinarischen Snacks mitnehmen möchten, eine geeignete Brotbox-Variante für sich finden – es gibt die Lunchbots-Brotbox mit bis zu 5 Fächern. Sie sind aus lebensmittelechtem Edelstahl gefertigt und spülmaschinenfest ohne Rost anzusetzen. Daher sind die formschönen Brotboxen auch gut dazu geeignet, Lebensmittel im Kühlschrank aufzubewahren.

Große Edelstahl-Brotbox mit 3 Fächern von LunchBots

Edelstahl ist zudem ein sehr guter Werkstoff für robuste Trinkflaschen, da er geschmacksneutral ist, bruchfest, leicht und zudem gesundheitlich unbedenklich. Ein ganz besonderer Hersteller von zugleich wirklich bemerkenswert schön designten Edelstahl-Trinkflaschen ist die Firma Klean Kanteen. (→ Echtkind-Shop)

Isolierte Edelstahl-Trinkflasche in der Farbe „Lemon Curry“ von Klean Kanteen

Babyfläschchen, Kinderflaschen in verschiedenen Größen, Design-Flaschen und Flaschen für Erwachsene bzw. die ganze Familie, einwandige Flaschen und doppelwandige, isolierte Flaschen für heiße und kalte Getränke, To-Go-Flaschen, die Einwegbecher ersetzen, Trinkbecher für Unterwegs oder die tollen „Growler“ – und dies alles entweder in wunderschön schlichtem, gebürstetem Edelstahl oder aber in aufregenden Farben wie „Wild Orchid“, „Coastal Waters“ oder „Lemon Curry“, die mit dem Verfahren der Pulverbeschichtung aufgetragen und damit nicht nur umweltverträglich, sondern auch extrem robust sind.

Kommen wir nun zur klassischen Glasflasche in einem wirklich gut durchdachten und seit vielen Jahren bewährten Trinkflaschensystem, das wir aus Überzeugung ganz neu ins Sortiment aufgenommen haben: Emil die Flasche. (→ Echtkind-Shop)

Komplett in Deutschland gefertigt, besteht Emil aus drei verschiedenen Komponenten, die auch dem robusten Einsatz im – manchmal nicht ganz zart besaiteten – Kinderalltag trotzt. Neben einer Glasflasche besteht Emil die Flasche aus einem waschbaren Flaschenbeutel – wir haben uns für die Ausführungen mit GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle entschieden – und einem im Beutel steckenden Thermobecher, der der Flasche zugleich Stabilität im Stand verleiht, Getränke je nach Bedarf schön warm oder kalt hält und vor allem die Glasflasche vor Bruch schützt, wenn sie doch einmal herunterfallen sollte.

Emil die Flasche in der Version „BIO Punkte“

Da es in der Regel unterwegs immer wieder Möglichkeiten gibt, eine Trinkflasche wieder aufzufüllen – viele Schulen, in denen der Nachhaltigkeitsgedanke besonders gepflegt wird, bieten sogar inzwischen Wasserspender für die Trinkflaschen durstiger Schüler an – kann das leicht höhere Gewicht einer Glas- oder Edelstahl-Flasche (im Gegensatz zu Plastik-Flaschen) dadurch ausgeglichen werden, dass man keine so großen Flaschen dabei hat und diese eben bei Bedarf einfach neu mit frischem Wasser füllt. Diese Erfahrung im Umgang mit Alltags-Gegenständen aus nachhaltigen, langlebigen Materialien führt auch dazu, dass wir damit ein Zeichen gegen die Einweg- bzw. Wegwerf-Mentalität setzen. Unsere Kinder, denen wir lange Zeit ein Vorbild sein dürfen, nehmen eine solche Einstellung deutlich wahr und verinnerlichen diese. So können wir durch unser vorbildhaftes Handeln unseren Kindern einen ökologisch ausgeprägten Lebensstil und ein Gefühl für nachhaltiges Handeln mitgeben, der vielleicht auch das Leben der kommenden Generation prägen mag.

In diesem Sinne freuen wir uns, Euch heute einmal das schöne, neue Sortiment an nachhaltigen Brotboxen und Trinkflaschen bei Echtkind vorzustellen und wünschen viel Freude beim Entdecken!

Brotboxen und Trinkflaschen im Echtkind-Shop
Unterwegs mit Kindern

Veröffentlicht unter Sortiment | Verschlagwortet mit , , , , , , ,

Gastbeitrag: Wie Babys spielerisch die Welt erkunden

Wie Babys spielerisch die Welt erkunden – dies ist das wunderbare Thema, dem sich unsere Echtkind-Freundin Saskia widmet und das Sie in Ihrem aktuellen Blog-Artikel mit uns teilen will. Saskia widmet sich auf Ihrem Blog „Zwillingeplus1“ und Ihrem Instagram-Account dem ökologischen Leben mit Kindern und bringt in diesem Zusammenhang auch viele pädagogische Themen mit viel Sensibilität und großer Behutsamkeit ein.

Viel Freude beim Lesen und Dir, liebe Saskia, vielen Dank für Deinen wertvollen Beitrag!


„Spiel ist nicht Spielerei.
Es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung.“
(Friedrich Fröbel)

Die Hand ist das erste, was das Baby in seiner Welt zum Spielen entdeckt. Irgendwann wird diese Hand schreiben können, in Schönschrift. Aber bis dahin wird das Kind noch eine Menge Entwicklungsschritte durchmachen.

Dies können wir liebevoll sanft begleiten, indem wir dem Baby Materialien anbieten, sobald es sich dafür interessiert. Zunächst aber wird es seine Hände betrachten, sie drehen und wenden, öffnen und schließen, die Finger bewegen und noch so vieles mehr. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, da wird es die Dinge um sich herum greifen. So hat bereits Friedrich Fröbel als erste Spielgabe empfohlen, dem Baby einen weichen Ball aus Wolle zu geben, der so groß ist, dass es ihn in einer Hand halten kann. Dieser Ball symbolisiert die Welt. Auch diesen wird es ausgiebig studieren und in den Händen hin und her geben, wobei sich die beiden Gehirnhälften gut miteinander vernetzen. Somit fängt das Baby an, die Welt zu Be-greifen und sich für die Gegenstände herum zu interessieren. Sich langsam nach außen zu richten, zu blicken.

Eine hervorragende Möglichkeit, um das Baby auf verschiedenen Ebenen sanft zu reizen, bieten Steckspiele. Ich schreibe bewusst nicht fördern, denn alles, was das Baby erlernt, kommt aus ihm selbst. Was wir jedoch tun können ist, ihm verschiedene Materialien anzubieten, welche alle Sinne ansprechen.

Heute möchte ich euch die Stapelbecher von Walter vorstellen. Diese kann man dem Baby eigentlich ab Beginn der Zeit anbieten, in der sie die Gegenstände entdecken. So wird es immer wieder neue Möglichkeiten finden, mit den Bechern zu spielen – ganz auf seine Weise.

Solche Steckspiele fördern ganz viele verschiedene Fertigkeiten und Fähigkeiten. Einige habe ich hier nieder geschrieben. Allen Be-greifens liegt die Auge-Hand-Koordination zugrunde, da das Baby ja als erstes die Becher sehen und erkennen wird. Dann schätzt es die Entfernung richtig ein und greift nach den Bechern. Somit fördert dieses Spiel dann in erster Linie die Feinmotorik. Dazu gehören das zielgerichtete Greifen im ersten Lebensjahr und das gezielte Loslassen im zweiten Lebensjahr mit dem punktgenauen Platzieren der Becher im Steckbrett.

Zunächst wird es die Form und die Farben der Becher wahrnehmen, wird feststellen, dass die Becher verschiedene Durchmesser und Gewichte haben und manche ein Loch. Sicher wird es auch bald das Material in seinen Händchen spüren. Holz fühlt sich angenehm kühl an und wird schnell warm, wenn man es lang genug hält. Danach wird es auch sehen, dass da ein Steckbrett ist und ausprobieren, ob und wie die Becher in die Löcher passen. Es wird erkennen, dass es Reihen bilden kann, dass man die Becher auch auftürmen und ineinander stecken kann. Außerdem wird das Baby begreifen, dass durch das Steckbrett ein Rahmen, eine Grenze vorgegeben ist und damit lernen, auch sich abzugrenzen.

Zudem sind die Steckbecher eine Vorstufe der Puzzle und dienen somit der inneren und äußeren Ordnung. Das Steckspiel fördert das Sprachvermögen, da das Sprachzentrum mit dem Gehirnareal für Feinmotorik vernetzt ist. Ein Kind lernt sprechen, wenn die Feinmotorik bis zu einem gewissen Punkt entwickelt ist.

Später kann das Kind mittels der Becher die verschiedenen Farben lernen. Außerdem werden auch soziale Aspekte mit den Stapelbechern angesprochen, denn sobald das Kind seine Umgebung um seinem Spiel wahrnimmt, bezieht es auch die Mutter und andere Bezugspersonen mit in sein Spiel ein. So werden die Becher dann auch völlig zweckentfremdet und die Fantasie angeregt.

Diese Gedanken sind sicher noch weiter ausführbar, aber allein an diesen ganzen Aspekten spürt man, welch große Welt sich dem Baby und dem Kind auftun kann, wenn wir ihm Materialen geben, die sie auf mehreren Ebenen ansprechen. Deshalb sage auch ich: weniger ist mehr. Denn die Steckbecher sind in ihren Möglichkeiten so vielfältig und variabel, dass es nicht so viel mehr braucht. So sind sie neben einem weichen Ball, einer Holzkugel und einem Würfel aus Holz die perfekten Spielmaterialien schon im ersten Lebensjahr. Wann genau sich das Baby dafür interessiert, wird es selbst zeigen und wenn wir unser Kind mit wachem Blick beobachten, werden wir es erkennen. Wie so viel mehr.

Von Saskia

Stapelbecher von Walter im Echtkind-Shop
Kategorie „Stapeln, Sortieren und Stecken“ im Echtkind-Shop


Veröffentlicht unter Echtkind-Freunde, Wissen | Verschlagwortet mit , , ,